Schriftenreihe
Schriftenreihe des Kompetenzzentrums
Mit der Schriftenreihe werden ausgewählte aktuelle Themen aus den Kompetenzfeldern Digitale Integration, Bildung, Weiterbildung und Beruf sowie Hochschule, Wissenschaft und Forschung veröffentlicht. Das Angebot richtet sich an Expertinnen und Experten und die interessierte Öffentlichkeit.
Die Hefte erscheinen in unregelmäßiger Folge. Sie stehen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Das Erscheinen eines neuen Heftes wird auf der Website sowie im Newsletter angekündigt.
- Heft 9 und 10 „Technikbildung verbessern – von Anfang an: Ausgewählte Forschungsergebnisse des europäischen Projekts UPDATE“
- Heft 8 "So gelingt aktive Jungenförderung - Neue Wege für Jungs startet Netzwerk zur Berufs- und Lebensplanung"
- Heft 7 "Ich will das und das ist mein Weg!" - Junge Frauen auf dem Weg in Technikberufe
- Heft 6: Ingenieurin statt Germanistin und Tischlerin statt Friseurin? Dezember 2007
- Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007
- Heft 4: (Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! Juni 2007
- Heft 3: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2006, Dezember 2006
- Heft 2: Technikkompetenzen in Gesundheitsberufen, Mai 2006
- Heft 1: IT-Ausbildung und was dann? März 2006
Heft 9 und 10 „Technikbildung verbessern – von Anfang an: Ausgewählte Forschungsergebnisse des europäischen Projekts UPDATE“
Schriftenreihe Heft 9 "Technikbildung verbessern – von Anfang an" [812,06 kB | pdf]
English version:
Schriftenreihe Heft 10 "Updating technology education from the start" [807,41 kB | pdf]
Der neunte und zehnte Band in der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit mit dem Titel „Technikbildung verbessern – von Anfang an: Ausgewählte Forschungsergebnisse des europäischen Projekts UPDATE“ des bietet zahlreiche neue Erkenntnisse zur Technikbildung in Europa. Entlang der Bildungskette – von der frühkindlichen Bildung bis zur weiterführenden Schule – werden ausgewählte Forschungsergebnisse der UPDATE-Partner präsentiert. In Band zehn der Reihe, der zeitgleich erscheint, werden die Beiträge in englischer Sprache bereitgestellt.
- Wie kann eine erfolgreiche Technikbildung konzipiert werden?
- Wie können Lehrpläne gestaltet werden, die mehr Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer begeistern?
- Wie genau sieht ein innovativer Technikunterricht aus, der den Bedürfnissen der Lernenden – Mädchen und Jungen – gerecht wird?
Auf diese und andere Fragen hat das Forschungsprojekt UPDATE neue Antworten gefunden.
Das europäische Projekt UPDATE – gefördert durch das sechste Forschungsrahmenproramm der Europäischen Union – hat sich zur Aufgabe gemacht, neue Konzepte und Maßnahmen zu erarbeiten, die dazu beitragen, die Technikbildung für Schülerinnen und Schüler in Europa zu verbessern.
Dazu wurden eigene internationale Forschungsstudien und Lehrplananalysen gestartet, nachahmenswerte Praxisbeispiele entwickelt sowie neue Lehr- und Lernmaterialien europaweit gesammelt, die das Technikinteresse von Kindern und Jugendlichen – insbesondere Mädchen – anregen und nachhaltig fördern.
Ein wichtiges Anliegen des UPDATE-Ansatzes ist es, auf die Bedeutsamkeit der frühkindlichen Bildung für beide Geschlechter aufmerksam zu machen. UPDATE stellt dazu einen gendersensiblen, entwicklungsbezogenen Ansatz der Technikbildung bereit.
Heft 8 "So gelingt aktive Jungenförderung - Neue Wege für Jungs startet Netzwerk zur Berufs- und Lebensplanung"
Bericht der wissenschaftlichen Begleitforschung, August 2008
Der achte Band in der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit bietet zahlreiche neue und differenzierte Erkenntnisse zu Fragen der Berufs- und Lebensorientierung von Jungen in Deutschland.
Angebote "nur für Jungs": Ob Haushaltsrallye, Schnupperpraktikum im Kindergarten oder Babys wickeln – bei Jungen zwischen 12 und 15 kommen solche gezielten Angebote im Rahmen von Berufs- und Lebensplanungsprojekten durchweg positiv an. Das ist das wichtigste Ergebnis von zwei bundesweiten Befragungen, die das Projekt Neue Wege für Jungs 2006 und 2007 gemeinsam mit dem Berliner Forschungsinstitut Dissens e.V. durchgeführt hat.
„Jungen haben mit solchen Projekttagen an Schulen oder Workshops in Jugendzentren die Chance, traditionelle Männerrollen zu hinterfragen. Und sie sind mit echtem Interesse dabei - vor allem, wenn sie dabei unter sich sind“, sagt Miguel Diaz, wissenschaftlicher Fachreferent des Projekts.
Befragung: Insgesamt wurden ca. 4.000 Fragebögen von Schülern ausgewertet. Zum einen hatten die Jungen ein Schnuppersozialpraktikum in einem Kindergarten oder in einem Altenheim absolviert. Zum anderen waren die Befragten begeisterte Teilnehmer an Jungenworkshops und an Projekttagen in Schule oder Jugendarbeit.
„...ein bisschen stolz bin ich schon!“
Lecker Kochen, Knöpfe annähen oder Betten beziehen - in Form einer „Haushaltsrallye“ mit Wettbewerbscharakter kann so etwas ziemlich spannend sein „Wir haben richtig Spaß gehabt“ - so kommentieren die Jungen ihre Erlebnisse. „Bis so ein Hemd faltenfrei ist, dauert es ganz schön lange. Und es macht echt viel Mühe“, sagte einer der Teilnehmer. „Ein bisschen stolz bin ich jetzt schon auf mich!“
Mit kleinen Kindern spielen – das kann toll sein, aber auch anstrengend
„Es war ein schöner aber anstrengender Vormittag in der Kita“, meint Patrick, 15 Jahre. „Vieles sieht leichter aus als es ist.“ Die meisten Schüler (mehr als 80% der Befragten) fanden den Einblick in Berufe, die als frauentypisch gelten, toll. Ein Drittel der Jungen kann sich nach der Stippvisite in einer sozialen Einrichtung sogar vorstellen, später einen sozialen oder pädagogischen Beruf zu ergreifen – durchaus eine wünschenswerte Entwicklung, denn zur Zeit sind nur gut 3 % des pädagogi-schen Personals in Kindertagesstätten männlich und Grundschullehrer nur noch zu 14 % mit sinkender Tendenz (Destatis 2006).
Vom Alleinernährer zum flexiblen Männerbild
Das Bild von der nachfolgenden Männergeneration zeigt, die Botschaft von Politik und Medien kommt an: Bereits die Hälfte der befragten Schüler stimmt der Aussage zu, dass Männer ebenso für die Kindererziehung geeignet sind wie Frauen. Auch was die Arbeitsteilung in der Familie angeht, denken viele Jungen bereits fortschrittlich in die Zukunft. Drei von vier Schülern können sich gut vorstellen, die Hausarbeit später gerecht zu teilen.
Die Fragebögen können Sie hier zusätzlich herunterladen:
Schriftenreihe Heft 8. Anhang Fragebögen [1,39 MB | pdf]
Heft 7 "Ich will das und das ist mein Weg!" - Junge Frauen auf dem Weg in Technikberufe
Qualitative Interviews mit ehemaligen Girls'Day- Teilnehmerinnen in Ausbildung und Studium, Juli 2008
Schriftenreihe Heft 7: "Ich will das und das ist mein Weg!" [667,10 kB | pdf]
Der siebte Band der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit untersucht erstmals qualitativ den erfolgreichen Einstieg junger Frauen in technische Berufe und Studiengänge in Zusammenhang mit dem Girls'Day. Der Blick der jungen Frauen auf ihre Berufsorientierung wird dabei nachgezeichnet. Wichtige Aspekte sind die Selbstwahrnehmung der jungen Frauen hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Interessen sowie ihr individuelles Bild vom jeweiligen Wunschberuf.
Zudem wird die wahrgenommene Wirkung verschiedener Informationsquellen und Einflussfaktoren auf die berufliche Orientierung aufgeschlüsselt und hinsichtlich ihrer Relevanz eingeschätzt. So sind Schule, Medien, Eltern, Freunde, Informationsangebote der Agenturen für Arbeit, Praxiserfahrungen wie Praktika, Schnuppertage und der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag Themen der Untersuchung.
Einige ausgewählte Befunde:
- Junge Frauen bevorzugen ganz individuell entweder vermehrt praktische oder informationsorientierte Angebote zur Berufsorientierung. Erforderlich sind deshalb vielfältige Aktivitäten, um bei Schülerinnen Interesse für technische Berufe zu wecken.
- Den Einfluss von Eltern und Gleichaltrigen stellen die Befragten recht unterschiedlich dar. Während den Eltern ein hoher Einfluss zugeschrieben wird, ist der der Gleichaltrigen überraschend gering.
- Einzelne Angebote zur Berufsorientierung, z.B. Aktionstage, Informationsbroschüren, Beratungsgespräche oder Praktika haben jeweils nur einen geringen Einfluss auf die Berufswahl. Erst das Zusammenwirken mehrerer Maßnahmen und die Begleitung des Orientierungsprozesses unterstützen junge Frauen in ihrer Entscheidung für einen technischen Beruf.
Heft 6: Ingenieurin statt Germanistin und Tischlerin statt Friseurin? Dezember 2007
Band 6: Ingenieurin statt Germanistin und Tischlerin statt Friseurin? Evaluationsergebnisse zum Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag, Dezember 2007
Der sechste Band in der Schriftenreihe des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit bietet zahlreiche neue und differenzierte Erkenntnisse zur Berufsorientierungssituation von Schülerinnen in Deutschland. Bundesweit wurden über 9.000 Schülerinnen und über 1.000 Lehrkräfte befragt, die sich im Jahr 2006 am Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag beteiligten.
Insgesamt, so zeigen die Ergebnisse, ist durch den Girls'Day ein deutlicher Imagegewinn der technischen Berufe zu verzeichnen. Nach ihrer Teilnahme beurteilen die Schülerinnen technische Tätigkeitsfelder als abwechslungsreich und teamorientiert. Ein Aktionsprogramm wie der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag, das stark auf Mitmachangebote, weibliche Rollenvorbilder und zielgruppengenaue Information setzt, kann attraktive Merkmale der technisch-naturwissenschaftlichen Berufe verdeutlichen und das Interesse der Teilnehmerinnen an den vorgestellten Tätigkeiten wecken.
Das Alter von Mädchen und jungen Frauen ist für ihre Haltung zu technisch-naturwissenschaftlichen Feldern von spürbarer Bedeutung. Nach wie vor beginnt mit der Pubertät häufig eine gewisse Distanz zu als "männertypisch" geltenden Berufen. Schülerinnen nehmen den Mangel an Frauen in diesen Berufen wahr und schätzen je älter sie werden die Berufssituation von Frauen in Männerdomänen als unsicher ein.
In einem weiteren Beitrag geht es um Schülerinnen mit nichtdeutschem Pass. Unter dem Titel "Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag für alle?!" werden erstmals die Aussagen dieser wichtigen Gruppe untersucht. Auffällig ist, dass das Interesse an Multimedia- und IT-Berufen, an Handwerk und Ingenieurberufen zum Teil ausgeprägter ist als bei den Mädchen mit deutschem Pass. Auch in Bezug zum besuchten Schultyp der Mädchen wird das Thema Berufsorientierung betrachtet. Schließlich werden die Einstellungen von Lehrkräften in den Blick genommen. Lehrerinnen und Lehrer sind sich häufig nicht des Einflusses bewusst, den sie auf die Selbsteinschätzungen von Mädchen in Bezug auf mathematisch-technische und naturwissenschaftliche Fähigkeiten haben.
Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007
Sonderauswertung Gender & Diversity des (N)ONLINER Atlas 2007
Die sechste Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas zeigt, dass trotz des kontinuierlichen, quantitativen Anstiegs der Internetnutzung in Deutschland seit 2002 die "klassischen" Merkmale der digitalen Spaltung weiterhin wirksam bleiben und keine qualitative Verbesserung festzustellen ist.
Die Mehrheit der Internetnutzenden ist nach wie vor männlich: 53,5 Prozent Männer und 46,5 Prozent Frauen. Die Differenz zu den Männern ist aber erneut gesunken und befindet sich mit 13,3 Prozentpunkten auf dem niedrigstem Niveau seit 2001.
Der Bildungsgrad beeinflusst den Online-Anteil immer mehr: Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium legen gegenüber 2006 um einen Prozentpunkt zu und nutzen das Internet mit 81 Prozent weiterhin gleichermaßen. Die Schere zwischen Frauen und Männern ist größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre haben zwar die größten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr mit 6 Prozentpunkten erzielt, behalten aber zu den Männern mit gleichem Bildungsgrad die größte Differenz mit 24 Prozentpunkten.
In fast allen Einkommensgruppen ist der Online-Anteil der Frauen gestiegen. Dabei verzeichnen die Gruppen mit den niedrigsten und dem zweithöchsten Einkommen 3.500 bis 4.000 Euro die stärksten Zuwächse. Bei den Männern ist der Anteil der Onliner vor allem im unteren Einkommensbereich 500 bis 1.000 Euro gestiegen. Die deutlichen Zuwächse in den Gruppen mit niedrigem Einkommen könnten mit gesunkenen Kosten für DSL-Anschlüsse zusammenhängen.
Das Alter hat nach wie vor großen Einfluss auf das Maß der Internetnutzung: Männer wie Frauen über 50 Jahren befinden sich mit ihrem Online-Anteil weiterhin unter der 50-Prozent-Marke. Allerdings ist die Differenz zwischen Frauen und Männern mit 16,5 Prozentpunkten hier am deutlichsten: 27,8 Prozent der Frauen und 44,3 Prozent der Männer über 50 sind online.
Das Schwerpunktthema im Jahr 2007 bildet eine Fünf-Jahres-Bilanz der Online-Entwicklung in den Bundesländern. Ausgehend von der aktuellen Platzierung werden die Fort- oder Rückschritte der Entwicklung seit 2003 markiert.
Ein Online-Anteil unter 50 Prozent findet sich in keinem Bundesland mehr. Werte unter 50 Prozent bei den Frauen weisen die östlichen Bundesländer und das Saarland mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern auf: Dort hat die Internetnutzung der Frauen von Platz 15 im Vorjahr auf Platz 7 in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorn gemacht. Die Internetnutzung der Frauen über 50 Jahren liegt mit 28,8 Prozent sogar 1 Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt.
Zur Pressemitteilung "Online-Anteil der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern überproportional gestiegen"
Heft 4: (Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! Juni 2007
Untersuchungen zur Orientierungs- und Berufseinstiegsphase von Frauen und Männern
Schriftenreihe H4: (Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! [3,26 MB | pdf]
Die mehrphasige Studie "(Erfolgreicher) Einstieg in IT-Berufe! - Untersuchungen zur Orientierungs- und Berufseinstiegsphase von Frauen und Männern" untersucht insbesondere die Erfahrungen junger Frauen, die in Berufe der Informations- und Kommunikationsbranche einsteigen wollen. Sie betrachtet dabei die drei Phasen Berufsorientierung, Ausbildungs- und Berufseinstieg. Insgesamt wurden 1.936 weibliche und männliche Auszubildende der IT-Berufe sowie ausgebildete IT-Fachkräfte befragt.
Die hier vorgelegten Untersuchungen und Studien wurden im Rahmen des Bundesausbildungsprojektes idee_it erstellt. Zielsetzung des Projektes war es, mehr Mädchen und junge Frauen für eine Ausbildung in den IT- und Medienberufen zu gewinnen. idee_it wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und in Kooperation mit der Initiative D21, dem Bundesinstitut für Berufsbildung, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks durchgeführt.
Folgenden Fragen geht die Studie nach:
- Welche Berufsinformationsquellen, wie Berufsberatung, Internetangebote oder Berufsorientierungsmessen, werden wann von Jugendlichen genutzt und welche Präferenzen liegen bei beiden Geschlechtern vor?
- Welche unterschiedlichen Hürden für Frauen und Männer stellen Personalauswahlverfahren der IT-ausbildenden Unternehmen dar?
- Welche Einflussfaktoren wirken während der Berufsorientierung und beim beruflichen Einstieg, wie z.B. die Selbsteinschätzung junger Frauen in Bezug auf ihre Fähigkeiten oder die wahrgenommene Qualität der Ausbildung und Unterstützung durch Ausbildungsverantwortliche?
Auf Basis der erhobenen Daten werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie eine stärkere Ansprache junger Frauen für die IT-Berufe erreichbar und eine Verbesserung der Ausbildung insgesamt möglich ist.
Heft 3: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2006, Dezember 2006
Gender-Sonderauswertung des (N)ONLNER Atlas 2006
Pressemitteilung Gender-Sonderauswertung 2006 [51,74 kB | pdf]
Mit der Gender-Sonderauswertung "Internetnutzung von Frauen und Männern 2006" des aktuellen (N)ONLINER Atlas, einer von TNS Infratest und Initiative D21 jährlich herausgegebenen Studie zur Internetnutzung in Deutschland, werden die Geschlechterunterschiede bei der Internetnutzung bereits zum fünften Mal einer genaueren Analyse unterzogen.
Fragestellung
Wie wirkt es sich auf die Internetnutzung aus Frau oder Mann, jünger oder älter zu sein? Welche weiteren demografischen Faktoren beeinflussen den OnlinerInnen-Anteil darüber hinaus? Frauen holen auf: Erstmals sind über 50 Prozent von ihnen online und die Differenz zu den Männern ist gesunken. Der positive Trend setzt sich auch bei den Älteren fort: die 50 bis 59-jährigen Frauen erreichen ebenfalls 50 Prozent Onlinerinnen.
Bildung
Der Bildungsgrad beeinflusst den OnlinerInnen-Anteil: Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium sind mit 80 Prozent Onlinenutzung gleichauf, demgegenüber ist die Schere zwischen Frauen und Männern größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre sind zu 17 Prozent online und liegen damit 23 Prozentpunkte unter dem Nutzungsgrad der Männer.
Beruf
Einen ähnlichen Einfluss hat der berufliche Status: Die Differenz zwischen Frauen und Männern aus der Gruppe der ArbeiterInnen/ HandwerkerInnen ist von 13 Prozentpunkten 2002 auf 29 Prozentpunkte 2006 gestiegen. Tendenziell nivellieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern je höher der berufliche Status ist.
Alter
Das Alter bleibt ein wesentlich mitbestimmender Faktor bei der Internetnutzung: Wird das Alter mitbetrachtet, ergibt sich im Bildungsbereich ein anderes Bild: Zwar haben auch die über 60-Jährigen mit Abitur bzw. Hochschulabschluss den höchsten Online-Anteil, der Abstand zwischen Frauen und Männern ist in diesem Bildungssegment allerdings mit 20 Prozentpunkten am größten.
Handungsansätze
Im Rückblick wird deutlich: Erst in der Kombination mit weiteren demografischen Faktoren werden Entwicklungen sichtbar und lassen sich Handlungsansätze für die Zukunft erkennen. Mit kostenlosen, öffentlichen Lernorten für Einkommensschwache, gezielten Angeboten für Ältere, spezieller Förderung der Bildungsfernen kann der Zugang zur IuK-Technologie und die Teilhabe an der Informationsgesellschaft weiter erhöht werden.
Heft 2: Technikkompetenzen in Gesundheitsberufen, Mai 2006
Gender-Networking Handreichung
Schriftenreihe H2: Technikkompetenzen in Gesundheitsberufen [3,25 MB | pdf]
Die Informations- und Kommunikationstechnologie durchdringt alle Arbeits- und Lebensbereiche. Sie bildet eine der wichtigen Zukunftsbranchen. Aber auch das Gesundheitswesen wird von Expertinnen und Experten als einer der großen Zukunftsmärkte eingeschätzt. Etwa 4,2 Millionen Menschen arbeiteten 2003 nach den Angaben des statistischen Bundesamtes in Deutschland in Kliniken, Praxen, Apotheken, Krankenkassen und vielen anderen gesundheitsbezogenen Feldern, zu einem großen Prozentsatz sind es Frauen.
Gesundheitssektor
255 Milliarden Euro Umsatz verzeichnete der Gesundheitssektor 2003 - mehr als jeder andere Wirtschaftsbereich in Deutschland. Und es muss gespart werden. Untersuchungen zeigen, dass nur über neue Wege in der Arbeitsorganisation und über einen vermehrten Technikeinsatz die Produktivität erhöht werden kann. Die Beschäftigten müssen sich darauf einstellen,
zusätzliche Qualifikationen im Umgang mit der Informationstechnologie (IT) zu erwerben.
Aus- und Weiterbildung
Aber gerade technische Aus- und Weiterbildungen werden von Frauen eher gemieden. Woran liegt es eigentlich, dass Frauen nicht von sich aus vermehrt diese Chancen wahrnehmen? Was muss in der Aus- und Weiterbildung beachtet werden, wenn sie Frauen den Zugang zu diesem Arbeitsfeld öffnen will? Worauf sollten die Lehrkräfte beim Vermitteln technischer Inhalte achten, wenn Frauen gleichermaßen wie Männer anzusprechen sind? Die vorliegende Handreichung will Informationen und Hilfestellungen geben.
Handreichung
Computertechnik und Netzwerktechnik im Gesundheitswesen bilden den thematischen Schwerpunkt dieser Schrift. Sie finden zunächst Zahlen und Fakten zum Fortschreiten der Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen. Im zweiten Teil folgt die Beschreibung des Projektes "Gender Networking" und im Anschluss daran werden wichtige Fragen zum Lehren und Lernen nach Gender-Aspekten betrachtet und beantwortet. Sie sollen Anregungen geben, wie Frauen für eine solche Zusatzqualifizierung geworben werden können und wie der Technik-Unterricht auf die spezifischen Interessen dieser Zielgruppe eingehen kann. Außerdem wird eine Literaturliste zum Weiterlesen zur Verfügung gestellt, wobei ausgesuchte Werke als besondere Leseempfehlung kommentiert wurden.
Nehmen Sie diese Handreichung als Anregung, Ihren eigenen Blick auf das Thema Frauen und Computertechnik zu überdenken. Engagieren Sie sich mit uns in diesem kreativen und innovativen Projekt, denn das Engagement lohnt sich für alle Seiten:
- Für die Frauen, die sich im Zukunftsmarkt Gesundheitswesen ausgezeichnete Karrierechancen eröffnen können.
- Für den Zukunftsmarkt Gesundheitswesen, der zu seinen notwendigen Prozessoptimierungen die gezielte Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigen benötigt.
- Für die Bildungseinrichtungen, die sich mit zusätzlichen und anders gestalteten Angeboten ein neues Klientel erschließen können.
Diese Handreichung skizziert die Situation, gibt Anregungen und zeigt Beispiele, wie die notwendigen Kenntnisse speziell unter dem Geschlechteraspekt vermittelt werden können.
Heft 1: IT-Ausbildung und was dann? März 2006
Bundesweit erste Befragung zum Übergang von Frauen und Männern von der IT-Ausbildung in den Beruf
Schriftenreihe H1: IT-Ausbildung [1,34 MB | pdf]
Das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit führte in Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Initiative D21 von Juni bis August 2005 eine Studie zum beruflichen Übergang im Anschluss an die Ausbildung in einem der neuen IT-Berufe durch.
Befragung
Zentrales Anliegen dieser bundesweit ersten Befragung zu diesem Thema ist es, den beruflichen Übergang aus Perspektive beider Geschlechter zu ermitteln und Handlungsmöglichkeiten für einen erfolgreichen Übergang aufzuzeigen. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 1.048 junge Frauen und Männer befragt, die im Sommer 2005 ihre Abschlussprüfungen in einem der vier IT-Berufe Fachinformatiker/in, Informatikkauffrau/mann, IT-System-Elektroniker/in und IT-System-Kauffrau/mann abgelegt haben.
Ergebnisse
Die Studie behandelt die Erfahrungen, die die jungen Frauen und Männer während ihrer Ausbildung machen und gibt Auskunft über die unterschiedlichen Aspekte der Abschlussprüfung. Neben der Bewertung der Ausbildung im Hinblick auf ihre Eignung als Berufsvorbereitung geben die Absolventinnen und Absolventen Auskunft über ihre derzeitige berufliche Situation. Hierzu gehören sowohl Art und Umfang des Beschäftigungsverhältnisses als auch die momentane finanzielle Entlohnung sowie die beruflichen Zielsetzungen.
Trotz einer derzeitig schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist als ein Ergebnis der Studie hervorzuheben, dass der berufliche Übergang für einen Großteil der ehemaligen weiblichen und männlichen Auszubildenden durch Erwerbstätigkeit gekennzeichnet ist. Darüber hinaus schätzen die Frauen, die eine IT-Ausbildung absolviert haben, insbesondere die sozial-kommunikativen Aspekte der Ausbildung. Hier zeigt sich, dass die Assoziation von technischen Berufen und sozialer Vereinsamung weit von der Wirklichkeit der IT-Berufe entfernt ist.














