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Internetnutzung

Seit dem Jahr 2001 legen die Initiative D21 und TNS Infratest einmal jährlich den (N)ONLINER Atlas vor. Die Untersuchung beschreibt die Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland. Befragt wird die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren nach der Nutzung oder Nichtnutzung des Internets: www.nonliner-atlas.de. Im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit wird seit 2002 eine Sonderauswertung unter Gender- und Diversity-Aspekten durchgeführt und veröffentlicht. Im Jahr 2006 erscheint diese Sonderauswertung erstmals in der Schriftenreihe.

D21-Digital-Index 2013

Mit der neuen Studie D21-Digital-Index 2013, die am 22. April der Presse vorgestellt wurde, haben die Herausgeber eine gelungene Synthese zwischen den bisherigen Studien (N)ONLINER Atlas und Digitale Gesellschaft veröffentlicht, die einen umfassenderen Einblick in den Stand der Digitalisierung Deutschlands gibt. Für die Ermittlung des Indexwerts wurden vier Bereiche zugrundegelegt, die in rund 30.000 Interviews Fragen nach dem Zugang, der Kompetenz, Vielfalt und Offenheit zur digitalen Welt näher beleuchtet wurden. Für die Analyse der Digitalisierung der Gesellschaft wurden sechs Nutzertypen definiert, denen ein auf diese Weise ermittelter Indexwert jeweils zugeordnet wird.

Am Folgetag der Veröffentlichung des D21-Digital-Index lud die Initiative D21 zum Expertenforum "Auf dem Weg in ein digitales Deutschland?!" in die Kalkscheune nach Berlin ein. Am Vormittag wurde die Studie noch einmal ausführlich vorgestellt durch Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest und Vizepräsident der Initiative D21, es wurden Empfehlungen ausgesprochen von Staatssekretärin Ann Ruth Herkes vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und in einer anschließenden Podiumsdiskussion wurden zentrale Fragen zum Stand der digitalen Gesellschaft aufgegriffen.

Petra Schwarz, Moderatorin und Dr. Malthe Wolf von TNS Infratest führen in die Podiumsdiskussion ein

Petra Schwarz, Moderatorin und Dr. Malthe Wolf von TNS Infratest führen in die Podiumsdiskussion ein

Robert A. Wieland, Geschäftsführer TNS Infratest und Vizepräsident der Initiative D21 eröffnet das Expertenforum

Robert A. Wieland, Geschäftsführer TNS Infratest und Vizepräsident der Initiative D21 eröffnet das Expertenforum

Die Diskussion bewegte sich in der Spannweite von Statements wie "Internetnutzung ist kein Wert an sich und wer sich nicht beteiligten möchte, muss es auch nicht" sowie der Zielsetzung einen Online-Anteil an der Bevölkerung von 98 % bis zum Jahr 2020 zu verwirklichen. Diskutiert wurden Fragestellungen zum Datenschutz, zur Breitbandversorgung sowie zur Bewerbung von E-Government-Angeboten, so, dass sie auch angenommen werden. Abschließend wurden von Seiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die für sie wichtigsten Eckpunkte der Ergebnisse der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" benannt. Es wurde eine Verstetigung der Netzpolitik im Bundestag auch nach Abschluss der Arbeit der Enquete-Kommission gewünscht und zugleich gelobt, dass die Arbeit Substanz in die politische Diskussion gebracht habe. Für die nächste Studie zum Digital-Index wurde angeregt, sich die mit 28,9 % doch relativ große Gruppe der "Außenstehenden Skeptiker" (vgl. D21-Digital-Index 2013, S. 13) genauer anzuschauen, um für diese Gruppe zielgruppenspezifische Angebote zu entwickeln.

Auf dem Podium v.l.n.r.: Dr. Konstantin von Notz, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Brigitte Zypries, MdB SPD, Petra Schwarz, Moderatorin, Dr. Peter Tauber, MdB CDU, Sebastian Blumenthal, MdB FDP

Auf dem Podium v.l.n.r.: Dr. Konstantin von Notz, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Brigitte Zypries, MdB SPD, Petra Schwarz, Moderatorin, Dr. Peter Tauber, MdB CDU, Sebastian Blumenthal, MdB FDP

Staatssekretärin Anne Ruth Herkes, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie spricht Empfehlungen aus

Staatssekretärin Anne Ruth Herkes, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie spricht Empfehlungen aus

Am Nachmittag wurde in drei Foren das Themenspektrum erweitert; im Forum III zum Thema "Studienabbruch Informatik: Aufgabe für Hochschulen und Wirtschaft!" mit Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit, Hochschule Osnabrück und Mitglied des Präsidiums der Initiative D21 u. a. zu innovativen Konzepten und Modellen diskutiert, das Fach auch in der Studienanfangsphase attraktiv für Studierende zu gestalten.

Im Forum IV "D21-Digital-Index 2014 – Ansatzpunkte für die Bundesländer" wurde die Studie noch einmal vertieft diskutiert und insbesondere die Entwicklung der Länder Bayern und Saarland in den Fokus genommen. Um ein Gefühl für die Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger zu bekommen, wollen die Länder dem stärker mit Zahlen, Daten und Fakten begegnen. Auch hier wird es darum gehen, Angebote anzupassen und neue Konzepte zu entwickeln. Insgesamt soll die Schließung des digitalen Grabens in Deutschland an Tempo gewinnen; bei einer weiteren Steigerungsrate von knapp 1 % pro Jahr an Zuwächsen in der internetnutzenden Bevölkerung wären erst im Jahr 2039 alle Menschen in Deutschland online.

Die zentralen Ergebnisse zum Digital-Index 2013 finden Sie hier: D21-Digital-Index

PDF-Download des D21-Digital-Index 2013

PDF-Dowlnload der Pressemappe

PDF-Download der Präsentation

Weitere Informationen:

www.d21-expertenforum.de

www.bundestag.de/internetenquete/index.jsp

www.open-enquete.de

Schlussbericht Internet-Enquete-Kommission

 

(N)ONLINER Atlas 2011: Erstmals nutzen drei Viertel der Deutschen das Internet

Durch ein erneut deutliches Wachstum von 2,7 Prozentpunkten nutzen inzwischen 74,7 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Damit sind erstmals knapp drei Viertel der Deutschen online. Der aktuelle (N)ONLINER Atlas der Initiative D21 zeigt damit allerdings gleichzeitig auch, dass die digitale Partizipation der gesamten Bevölkerung noch lange nicht abgeschlossen ist. Denn noch immer ist das Internet für knapp 18 Millionen Menschen über 14 Jahren kein selbstverständliches Medium. Diese Nichtnutzung manifestiert sich entlang bestimmter soziodemografischer Faktoren und es ist absehbar, dass ohne gezielte Förderung der Offliner die Zuwachsraten in den nächsten Jahren weiter abnehmen. Seit Beginn der Messungen sinkt zudem kontinuierlich auch die Zahl derer, die in den kommenden zwölf Monaten erstmals das Internet nutzen wollen (Nutzungsplaner 2011: 3,3 Prozent, 2010: 3,8 Prozent).

Für die elfte Ausgabe des (N)ONLINER Atlas führte TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 über 30.000 Interviews durch. Gefragt wurde nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung, die detaillierte Rückschlüsse auf die Internetnutzung in den einzelnen Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen zulassen. Damit bietet die Studie einen ausführlichen Blick auf die momentanen Rahmenbedingungen für die digitale Gesellschaft in Deutschland.

Durchschnitt zeigt demografische Grenze der Internetnutzung

Entlang welcher demografischen Grenzen die Internetnutzung verläuft, lässt sich gut anhand des durchschnittlichen Onliners bzw. Offliners darstellen. Der typische Onliner ist im Durchschnitt eher männlich, 41,5 Jahre alt, ist berufstätig, lebt in einem Haushalt mit 2-3 Personen und hat ein Haushaltsnettoeinkommen von etwa 2.380 Euro. Der typische Offliner ist dagegen eher weiblich, 66,8 Jahre alt, ist nicht (mehr) berufstätig, lebt in einem Haushalt mit 1-2 Personen und hat ein Haushaltsnettoeinkommen von ca. 1.560 Euro.

„Das Internet wird für immer mehr Bürgerinnen und Bürger zu einer Selbstverständlichkeit. Die Abstände bei der Internetnutzung zwischen den untersuchten Bevölkerungsgruppen verringern sich weiter. Doch wir erkennen anhand des (N)ONLINER Atlas auch, dass sich trotz dieser allgemein positiven Entwicklung noch ein deutlicher digitaler Graben entlang von Alter, Einkommen und Geschlecht zieht. Wer den gleichberechtigten Zugang für die gesamte Gesellschaft möchte, muss diese Lücken schließen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie engagiert sich daher seit Jahren in zahlreichen Projekten, mit denen nicht nur mehr Menschen ins Netz gebracht werden sollen, sondern der kompetente Umgang mit dem Medium im Mittelpunkt der Förderung steht“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto.

Bremen stagniert, bleibt aber Spitzenreiter

Auch wenn in Bremen aktuell kein Zuwachs bei der Internetnutzung gemessen werden konnte, ist die Hansestadt mit 80,2 Prozent Onliner-Anteil das dritte Jahr in Folge die Nummer eins im Bundesländervergleich. Es folgt Berlin (79,3 Prozent), das mit einer überdurchschnittlichen Zuwachsrate von 4,1 Prozentpunkten Baden-Württemberg (78,0 Prozent) auf Platz drei verweisen konnte. Die TOP 5 werden von Hessen (77,1 Prozent) sowie Niedersachsen und Hamburg (beide 76,5 Prozent) komplettiert, womit auch in diesem Jahr alle Stadtstaaten bei der Internetnutzung zur Spitzengruppe zählen. Bis Platz acht (Rheinland-Pfalz) liegt die Internetnutzung über oder gleich mit dem Bundesdurchschnitt von 74,7 Prozent, danach beginnt die Gruppe der Bundesländer, die noch deutlichen Nachholbedarf bei der Partizipation am Internet haben.

Nach wie vor zählen dazu auch alle ostdeutschen Flächenländer. Doch gibt es hier positive Signale, dass sich dies in den kommenden Jahren ändern könnte. Denn die drei Bundesländer mit dem größten Wachstum sind Thüringen (5,6 Prozentpunkte Zuwachs), Mecklenburg-Vorpommern (5,2 Prozentpunkte Zuwachs) und Sachsen (4,7 Prozentpunkte Zuwachs). Nur das neue Schlusslicht Sachsen-Anhalt und auch Brandenburg konnten es mit Wachstumsraten von 1,3 bzw. 0,6 Prozentpunkten ihren ostdeutschen Nachbarn nicht gleichtun.

Das Saarland ist weiter im Ranking gefallen. Inzwischen liegt es aufgrund einer unterdurchschnittlichen Wachstumsrate von 1,5 Prozentpunkten nur noch auf Platz 15. Mit einer Internetnutzung von lediglich 66,9 Prozent ist es das einzige westdeutsche Bundesland, das die 70-Prozent-Marke noch nicht erreicht hat. Insgesamt sind die Bundesländer näher zusammengerückt und der Abstand zwischen dem Spitzenreiter und dem Schlusslicht beträgt in diesem Jahr 16,0 Prozentpunkte (2010: 17,5 Prozentpunkte).

Schere zwischen den Bildungsgruppen schließt sich weiter

Auch 2011 kann die Bevölkerungsgruppe mit formal einfacher Bildung den höchsten Zuwachs bei der Internetnutzung vorweisen. Erstmals liegt so durch ein Wachstum von 4,9 Prozentpunkten der Online-Anteil bei den Befragten mit Volksschulabschluss ohne Lehre über der 50-Prozent-Marke (51,4 Prozent). Mit 4,4 Prozent ist auch die Zahl der Nutzungsplaner größer als in allen anderen Bildungsgruppen, was darauf schließen lässt, dass auch im kommenden Jahr in dieser Gruppe ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet werden kann. Diese positive Entwicklung soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Abstand zu den weiteren Gruppen noch immer sehr deutlich ist. So ist die Gruppe mit einem weiterbildenden Schulabschluss zu 78,8 Prozent online und die Gruppen mit Abitur oder Studium sind schon über bzw. an der 90-Prozent-Marke angelangt. Die Gruppe der Schüler ist noch immer deutlicher Spitzenreiter (97,7 Prozent Onliner-Anteil), doch ist an der geringen Wachstumsrate von 0,2 Prozentpunkten bereits ein Sättigungsgrad erkennbar.

Prof. Barbara Schwarze, Präsidiumsmitglied der Initiative D21, sieht dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Der Einfluss der digitalen Medien auf die ökonomische Entwicklung ist inzwischen so groß, dass es heute kaum noch einen Beruf gibt, der ohne fundierte Medienkompetenz auskommt. Es ist erfreulich, dass gerade die heutige Schülergeneration beinahe vollständig das Internet nutzt. Doch schaffen wir es in Deutschland bisher nicht, in den Schulen eine digitale Kompetenz zu vermitteln, die für junge Menschen unabhängig von der sozialen Herkunft gleiche Chancen schafft. Gleichzeitig müssen wir uns vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch darüber Gedanken machen, wie wir diejenigen an den aktuellen Arbeitsmarkt heranführen, die bisher mit Computer oder Internet kaum Erfahrungen gemacht haben.“

Frauen holen auf. Altersgruppe 70plus wird bei Internetnutzung abgehängt. Geringes Einkommen bedeutet geringe Internetnutzung

Mit 11,8 Prozentpunkten war der Abstand bei der Internetnutzung zwischen den Geschlechtern noch nie so gering wie in diesem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr gehen 4,1 Prozentpunkte mehr Frauen online und liegen jetzt bei einer Nutzungsquote von 68,9 Prozent. Männer nutzen zu 80,7 Prozent das Internet. Das sind lediglich 1,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Auch bei der Generation 50plus gibt es Erfreuliches zu berichten: Mit einem Wachstum von 2,9 Prozentpunkten überschreitet sie erstmals deutlich die 50-Prozent-Marke und liegt jetzt bei einem Online-Anteil von 52,5 Prozent. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf die Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen zurückzuführen. Die Gruppe ab 70 Jahren ist mit deutlichem Abstand am wenigsten internetaffin. Das unterdurchschnittliche Wachstum von 1,3 Prozentpunkten führt dazu, dass noch immer nicht einmal ein Viertel (24,6 Prozent) dieser Altersgruppe das Internet nutzt. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen gibt es den „Offliner“ kaum noch, da hier inzwischen 97,3 Prozent online sind. Ähnlich sieht es bei den 30- bis 49-Jährigen aus, die in diesem Jahr nur noch knapp unter der 90-Prozent-Marke (genau 89,7 Prozent) liegen.

Internetnutzung ist auch immer eine Kostenfrage und es gilt daher seit Jahren die Regel: je höher das Nettohaushaltseinkommen, desto höher auch die Internetnutzung. Die Diskrepanz ist noch immer gravierend. Aktuell nutzen nur 53,0 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro das Internet. Im Vergleich dazu ist die Einkommensschicht zwischen 2.000 und 3.000 Euro zu 83,1 Prozent online und der Teil der Bevölkerung mit über 3.000 Euro Einkommen sogar zu 92,3 Prozent.

Kabelzugänge mit größtem Wachstum – DSL bleibt Hauptzugangsart

Auch wenn der Kabelzugang mit 1,4 Prozentpunkten in diesem Jahr das größte Wachstum aller Zugangsarten aufweisen kann und jetzt bei einem Anteil von 5,9 Prozent liegt, bleibt DSL mit großem Abstand die meistgenutzte Internetzugangsart (43,2 Prozent). Im Vergleich zu den Vorjahren fällt das Wachstum von DSL allerdings mit 0,4 Prozentpunkten sehr verhalten aus. Antreiber im Breitbandbereich ist neben dem Kabel der Mobilfunkzugang: 2,9 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen diesen Kanal als Hauptzugangsart. Nach wie vor erfreut sich allerdings auch Schmalband einer großen Beliebtheit: 15,9 Prozent der Bevölkerung gehen weiterhin mit Analogmodem oder ISDN-Anschluss ins Internet. Seit 2009 ist dieser Anteil nur geringfügig zurückgegangen.

Weitere Zahlen und detailliertes Kartenmaterial finden Sie in der aktuellen Ausgabe des (N)ONLINER Atlas unter: www.nonliner-atlas.de

Pressekontakt:
Daniel Ott
Initiative D21
t +49 (0)30 526 8722 55
f +49 (0)30 526 8722 60
e daniel.ott@initiatived21.de
www.nonliner-atlas.de

(N)ONLINER Atlas 2011
Der „(N)ONLINER Atlas 2011“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest. Den diesjährigen Atlas haben die Fiducia IT AG, IDG Business Media GmbH, TNS Infratest GmbH, Deutsche Telekom AG, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., iCharts Inc. und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ermöglicht. Im elften Jahr seines Erscheinens beleuchtet der (N)ONLINER Atlas erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und verdeutlicht Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland. Im Mittelpunkt der mit über 30.000 Interviews deutschlandweit größten Studie stehen die Zahlen der Internetnutzung nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung.

Ein Exemplar der Print-Ausgabe des „(N)ONLINER Atlas 2011: Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland“ kann gegen Zusendung eines mit 1,45 Euro frankierten und rückadressierten DIN A4 Umschlages an Initiative D21 e.V., Stichwort (N)ONLINER Atlas, Reinhardtstr. 38, 10117 Berlin kostenlos bestellt werden. Weitere Informationen und kostenfreier PDF-Download des „(N)ONLINER Atlas 2011“ unter www.nonliner-atlas.de

Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Weitere Informationen unter www.initiatived21.de

TNS Infratest
TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. Für seine Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „Beratung durch Forschung“ und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com

pdf Pressemappe (N)ONLINER Atlas 2011 [281,00 kB | pdf]

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ARD/ZDF-Onlinestudie 2010: Phase der Konsolidierung

Zum 14. Mal wurde 2010 die ARD/ZDF-Onlinestudie durchgeführt. Birgit van Eimeren und Beate Frees stellen in ihrem Beitrag fest, dass sich das Internet nach Jahren des rasanten Wachstums nunmehr in einer Phase der Konsolidierung befindet. Hierauf weisen vor allem deutlich geringere Steigerungsraten in der Onlinenutzung hin. In manchen Bevölkerungsgruppen ist inzwischen eine Sättigung erreicht, so bei den 14- bis 19-Jährigen, die zu 100 Prozent Onlinenutzerinnen und -nutzer sind.

Insgesamt nutzten im Frühjahr 2010 69,4 Prozent der deutschsprachigen Erwachsenen wenigstens gelegentlich das Internet. Dies entspricht hochgerechnet 49,0 Millionen Menschen ab 14 Jahren. Frauen haben bei der Internetverbreitung aufgeholt, allerdings nutzen Männer nahezu alle Internetanwendungen häufiger. Knapp die Hälfte der von Onlinern im Netz verbrachten Zeit entfällt auf Kommunikation, zu den meistgenutzten Inhalten im Netz gehören aktuelle Nachrichten.

Die Nutzung von Bewegtbildern (z.B. Videoclips, Fernsehsendungen) gehört zu den weiter wachsenden Bereichen des Internets. Fast jeder Teenager (87 % der 14- bis 19-jährigen Onliner) und über die Hälfte der 20- bis 29-jährigen Onliner (55 %) schauen sich mindestens einmal die Woche bewegte Bilder im Netz an, wie van Eimeren und Frees berichten. Es findet ein Markentransfer vom Fernsehen ins Internet statt, (Fernseh-)Marken geben Orientierung und werden auf weiteren Plattformen und über neue Nutzungswege verfügbar. Dabei wächst die Konvergenz zwischen Internet und Fernsehen im Sinne der Verbreitung gleichen Inhalts über verschiedene Verbreitungsplattformen. Im Gegensatz zum klassischen Fernsehen ist das Onlinefernsehen kein Gemeinschaftserlebnis, sondern es wird alleine geschaut.

Das so genannte Web 2.0 gilt als starker Antreiber der Internetentwicklung, unter anderem weil es Mitmachmöglichkeiten für die Nutzerinnen und Nutzer bietet. Katrin Busemann und Christoph Gscheidle bestätigen dagegen Ergebnisse früherer Jahren, dass die meisten Angebote durch eine nur geringe Zahl von Onlinern mit Inhalten versorgt werden, der Kreis der aktiven Web-2.0-Nutzerinnen und -Nutzer sinkt bei den meisten Anwendungen. Es festigt sich außerdem das Bild einer Zwei-Klassen-Gesellschaft der Mitmachanwendungen: Neben massenattraktiven Formen wie Videoportalen, Wikipedia und privaten Netzwerken stehen solche, die relativ kleine Zielgruppen bedienen, wie etwa Fotocommunitys, Weblogs und Twitter.

Das Internet ist ein weiterer Distributionsweg für den Hörfunk geworden; es ist auch eine Plattform für Inhalte, die im und für das Radio produziert werden. Fast 27 Prozent aller Onliner haben 2010 schon einmal Radio als Livestream gehört. Charakteristisch ist die eher gelegentliche Nutzung, 15 Prozent aller Onliner hören zumindest gelegentlich (monatlich oder seltener) Radio über das Internet. Wie Annette Mende anhand einer qualitativen Studie weiter ausführt, sind Radio und Internet für die junge Generation verschiedenartige mediale Bereiche, die in keiner funktionalen Wettbewerbssituation stehen, sondern unterschiedliche Leistungen bieten.

Ergebnisse im Überblick unter www.media-perspektiven.de

 

(N)ONLINER Atlas 2010: 72 Prozent der Deutschen sind online

Laut aktuellem (N)ONLINER Atlas der Initiative D21 ist die Internetnutzung in Deutschland im vergangenen Jahr um 2,9 Prozentpunkte auf 72 Prozent gestiegen. Binnen eines Jahres haben somit zwei Millionen Menschen die digitale Welt neu für sich entdeckt. Doch wird aus den Zahlen auch deutlich, dass man von einer digitalen Gesellschaft in Deutschland – trotz erhöhter politischer und medialer Aufmerksamkeit – noch weit entfernt ist.

Noch immer sind 28 Prozent und damit knapp 19 Millionen Menschen über 14 Jahren nicht online. Und auch das aktuelle Wachstum zeigt, dass ohne gezielte Förderung in Zukunft mit geringeren Steigerungen zu rechnen ist. So fällt das diesjährige Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte geringer aus. Auch wollen nur noch 3,8 Prozent Nutzungsplaner in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken. 2009 waren es noch 4,3 Prozent.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Jubiläumsausgabe des (N)ONLINER Atlas. Deutschlands größter Studie zur Internetnutzung, die seit zehn Jahren von TNS Emnid / TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 durchgeführt wird. Dabei werden die über 30.000 Interviewten nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung befragt, woraus sich unter anderem detaillierte Rückschlüsse auf die Internetnutzung in den einzelnen Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen ziehen lassen. Damit bietet die Studie einen ausführlichen Blick auf die momentanen Rahmenbedingungen für die digitale Gesellschaft in Deutschland.

„Es ist erfreulich, dass inzwischen fast drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland online sind“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto. Auf diesem Erfolg dürfe man sich aber nicht ausruhen. Otto kündigte daher an, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit seiner Initiative „Internet erfahren“ nicht nur mehr Menschen ins Netz bringen, sondern vor allem deren Kompetenz im Internet erhöhen wolle. „Die Menschen müssen das Internet besser verstehen, um seine Risiken und seine Chancen zu erkennen und es sinnvoll nutzen zu können – deshalb muss es nun vor allem darum gehen, die so genannte „digitale Kompetenz“ zu erhöhen“, betonte Otto.

Bremen das Land der Onliner – Über 80 Prozent nutzen in der Hansestadt das Internet

Mit aktuell 80,2 Prozent Onliner-Anteil ist Bremen weiterhin einsame Spitze bei der Internetnutzung. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein erneut hoher Zuwachs von sechs Prozentpunkten. Auch die anderen Stadtstaaten (Berlin 75,2 Prozent und Hamburg 75 Prozent) sind unter den TOP 5 vertreten. Als einziges Flächenland kann sich Baden-Württemberg mit 76 Prozent dazwischen schieben und belegt den zweiten Platz bei der Internetnutzung unter den Bundesländern.

Die Wachstumsrate von Bremen wird in diesem Jahr nur noch von einem anderen Bundesland überboten: Rheinland-Pfalz weist mit 6,4 Prozent den höchsten Zuwachs aller Bundesländer auf. Lag es im letzten Jahr noch deutlich unter dem Schnitt, ist es jetzt mit 72,9 Prozentpunkten über die Durchschnittsmarke geklettert. Andere Bundesländer stagnieren dagegen weitestgehend: Nicht einmal um ein Prozentpunkt ist im Vergleich zum Vorjahr in Sachsen (0,7 Prozentpunkte) und in Mecklenburg-Vorpommern (0,8 Prozentpunkte) die Internetnutzung gestiegen. Entsprechend hat sich Sachsen im Ranking nicht verbessern können und Mecklenburg-Vorpommern ist sogar auf den letzten Platz abgerutscht. Allgemein konnte der Osten nicht aufholen. Im Gegenteil: die Schere zwischen West und Ost öffnet sich weiter. Die Kluft zwischen dem ersten und dem letzten Bundesland ist damit auf gewaltige 17,5 Prozentpunkte angewachsen. Diese Entwicklung zeichnet sich auch beim Stadt-Land-Gefälle ab: Während in Ballungsräumen inzwischen 74,8 Prozent der Einwohner online sind, sind es in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern gerade einmal 65,8 Prozent.

Bildungsgruppen nähern sich weiter an

Zum dritten Mal in Folge weist die Bevölkerungsgruppe mit formal einfacher Bildung den höchsten Zuwachs bei der Internetnutzung auf. Um 3,9 Prozentpunkte auf 56,6 Prozent stieg die Zahl der Onliner mit Volks- oder Hauptschulabschluss. Mit 5,0 Prozent sind auch die meisten Nutzungsplaner aller Bildungsgruppen hier vertreten, wodurch man in den nächsten Jahren mit einem weiteren überdurchschnittlichen Wachstum rechnen kann. Trotz dieser positiven Entwicklung liegt diese Bildungsgruppe weiterhin weit hinter den Gruppen mit einem weiterbildenden Schulabschluss (76,2 Prozent Onliner) und der Gruppe mit Abitur oder Studium (88,8 Prozent Onliner). Spitzenreiter sind Schüler, die bereits mit 97,5 Prozent Onliner-Anteil beinahe vollständig im Internet anzutreffen sind.

„Es gibt kaum noch einen Beruf, der ohne ein Mindestmaß an Kenntnissen über die digitalen Medien auskommt. Solange wir eine digitale Grundversorgung nicht bieten können, schaffen wir in Deutschland allerdings eine Ungleichheit, die neben einer persönlichen Benachteiligung auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zugutekommt“ so Alf Henryk Wulf, Vizepräsident der Initiative D21 und Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent Deutschland AG.

 

Best Ager und Haushalte mit geringem Einkommen mit überdurchschnittlichem Wachstum

Auch wenn noch immer die Regel gilt, dass mit steigendem Alter die Internetnutzung abnimmt, verzeichnet auch in diesem Jahr die Altersgruppe 50plus mit 4,7 Prozentpunkten das höchste Wachstum. Inzwischen ist beinahe jeder zweite Best Ager (49,6 Prozent) online. Jedoch werden große Unterschiede in dieser Altersgruppe im Detail deutlich: Während bei den 50- bis 59-Jährigen noch 71,8 Prozent online sind, fällt dieser Wert bei den 60- bis 69-Jährigen auf 54,0 Prozent und bei den über 70-Jährigen ist nur noch knapp jeder Vierte online (23,3 Prozent Internetnutzung).

Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro schaffen in diesem Jahr ebenfalls erstmals den Sprung über die 50-Prozent-Hürde. Trotz Steigerung um 4,5 Prozentpunkte in dieser Einkommensklasse, besteht nach wie vor ein mehr als deutlicher Zusammenhang zwischen der Internetnutzung und dem Einkommen. So sind beispielsweise 92 Prozent der Deutschen mit einem Haushaltseinkommen von über 3.000 Euro bereits online und 80,0 Prozent der Einkommensschicht zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Breitbandnutzung – DSL bleibt Hauptzugangsart, Kabel- und Mobilzugänge steigen weiter

Unverändert zum Vorjahr ist DSL mit weitem Abstand die meist genutzte Internetzugangsart. 42,8 Prozent (Vorjahr 42,5 Prozent) der Bevölkerung gehen darüber breitbandig in die digitale Welt. Die größte Steigerung von 1,2 Prozentpunkten im Breitbandbereich kommt aber dem Kabelanschluss zugute. Aktuell finden 4,5 der Bevölkerung dadurch den Weg ins Netz. Der zweitgrößte Wachstumstreiber ist die Mobilfunknutzung von zu Hause aus: Mit 1,9 Prozent verdoppelt sich nahezu der Bevölkerungsanteil, der diesen Kanal als Hauptzugangsart für die Internetnutzung zu Hause angibt. Gerade die beliebten UMTS-Sticks haben daran einen großen Anteil.

„Echte Teilhabe am Internet setzt eine breitbandige Internetnutzung voraus. Erfreulich ist, dass die Breitbandnutzung in Deutschland besonders durch ein Wachstum beim Breitbandkabel und mobilen Internetzugang weiter zunimmt. Dennoch bleibt die Nutzung von Schmalbandnutzung recht konstant und beläuft sich seit 2008 auf 16 Prozent der Bevölkerung.“, sagt Robert A. Wieland, Mitglied des D21-Gesamtvorstandes und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH.

 

Den aktuellen (N)ONLINER Atlas sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.nonliner-atlas.de

 

Pressekontakt:
Daniel Ott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Initiative D21 e.V.
Reinhardtstr. 38 | 10117 Berlin
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60
E-Mail: daniel.ott@initiatived21.de

 

Über die Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

 

Sonderstudie 2010: "Die digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs Nutzertypen im Vergleich"

Zwar sind laut (N)ONLINER Atlas 2009 knapp 70 Prozent der Deutschen online, aber für nur 26 Prozent der Bevölkerung sind die digitalen Medien fester Bestandteil des täglichen Lebens. Dass aber eine große Mehrheit der Deutschen nicht an den durch die digitalen Techniken eröffnenden Möglichkeiten partizipiert, zeigt erstmals die Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21, für die TNS Infratest 1.014 Personen deutschlandweit befragt hat. Die Typologie zeigt auf, dass mit 35 Prozent digitalen Außenseitern und 30 Prozent Gelegenheitsnutzern eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung entweder gar nicht oder nur bedingt an einer digitalen Gesellschaft teilhat.

Seit geraumer Zeit wird bereits von einer digitalen Gesellschaft gesprochen. Anhand der Ergebnisse der neuen Sonderstudie "Die digitale Gesellschaft in Deutschland" wird jedoch deutlich, dass in Deutschland ein Großteil der Menschen noch nicht darin angekommen ist. Diese Teilung der Gesellschaft in Teilhabende und Nichtteilhabende an den neuen Informations- und Kommunikationstechniken und ihren Möglichkeiten ist angesichts des einhergehenden Strukturwandels für eine Wissensgesellschaft ein zentrales Zukunftsproblem.

Die digitale Spaltung zieht sich nicht mehr ausschließlich entlang einer Ausstattungsgrenze, sondern definiert sich im Hinblick auf Kompetenz, Wissen, Nutzungsvielfalt und -intensität sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien. Auf dieser Basis lässt sich durch die Typologie der Bevölkerung in Deutschland ein exaktes Bild der digitalisierten Gesellschaft in Deutschland wiedergeben. Sechs Gruppen konnten dabei identifiziert werden.

Die digitalen Außenseiter (35 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung)
Die digitalen Außenseiter sind die größte und gleichzeitig mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren die älteste Gruppe. Im Vergleich zu den anderen Typen haben sie das geringste digitale Potenzial, die geringste Computer- und Internetnutzung sowie die negativste Einstellung gegenüber digitalen Themen. Nur ein Viertel verfügt bei der digitalen Infrastruktur über eine Basisausstattung (Computer und Drucker). Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien sind folglich kaum vorhanden. Selbst Begriffe wie E-Mail, Betriebssystem oder Homepage sind den digitalen Außenseitern weitgehend unbekannt und nur ein Fünftel der digitalen Außenseiter ist in der Lage, sich im Internet zu Recht zu finden.

Die Gelegenheitsnutzer (30 Prozent)
Die Gelegenheitsnutzer sind durchschnittlich 41,9 Jahre alt. Sie nehmen im Vergleich zu den digitalen Außenseitern zumindest teilweise am Geschehen in der digitalen Gesellschaft teil. 98 Prozent besitzen einen PC oder ein Notebook, drei Viertel bereits eine Digitalkamera. Passend dazu verbringen nahezu alle Gelegenheitsnutzer Zeit mit Computer und Internet – vor allem für private Zwecke. Der Gelegenheitsnutzer kennt bereits viele Basisbegriffe der digitalen Welt, hat aber besonders beim Thema Sicherheit großen Nachholbedarf. Insgesamt erkennt dieser Typ klar die Vorteile des Internets, fördert aber nicht seine Weiterentwicklung und bevorzugt eher klassische Medien.

Die Berufsnutzer (Neun Prozent)
Durchschnittlich 42,2 Jahre alt, hat diese Gruppe den höchsten Anteil an Berufstätigen. Im Vergleich zu den Gelegenheitsnutzern haben die Berufsnutzer eine deutlich bessere digitale Infrastruktur an ihrem Arbeitsplatz und nutzen dementsprechend auch dort überdurchschnittlich das Internet. Hingegen ist die private Nutzung sogar leicht unter dem Niveau der Gelegenheitsnutzer. Die Nutzungsvielfalt der Berufsnutzer beschränkt sich eher auf nützliche Anwendungen wie E-Mail oder Textverarbeitung.

Die Trendnutzer (Elf Prozent)
Diese Gruppe hat sowohl den höchsten Männer- (78 Prozent) als auch Schüleranteil (13 Prozent). Das Durchschnittsalter der Trendnutzer ist mit 35,9 Jahren recht jung. Bei den Trendnutzern ist häufig die ganze Bandbreite an digitalen Geräten vorhanden. Der Trend geht dabei klar zum Zweitcomputer. Die Mitglieder dieser Gruppe verfügen über umfassende Kompetenzen am Computer und kennen sich bis auf wenige Ausnahmen bestens in der digitalen Welt aus. Die Trendnutzer wenden besonders gerne Web 2.0-Applikationen an und erkennen die großen Vorteile der digitalen Medien für sich.

Die digitalen Profis (12 Prozent)
Der durchschnittliche digitale Profi ist 36,1 Jahre alt, meist männlich und berufstätig. Dieser Typus verfügt sowohl Zuhause als auch im Büro über eine sehr gute digitale Infrastruktur. Seine Kompetenzen sind umfangreich, was sich insbesondere in ihren professionellen Fähigkeiten widerspiegelt. Ob Makroprogrammierung oder Tabellenkalkulation, der digitale Profi fühlt sich auch auf diesem komplexen Terrain zuhause.

Eher selten suchen die digitalen Profis im Vergleich zu den Trendnutzern und der digitalen Avantgarde Zerstreuung in der digitalen Welt oder nutzen diese zur Selbstdarstellung. Bei der Nutzungsvielfalt stehen daher nützliche Anwendungen, wie z.B. Online Shopping, Preisrecherche und Nachrichten lesen, im Vordergrund.

Die Digitale Avantgarde (Drei Prozent)
Die jüngste Gruppe (Durchschnittsalter 30,5 Jahren) ist gleichzeitig mit drei Prozent auch die kleinste Gruppe. Die digitale Avantgarde hat dabei ein eher geringes Einkommen und lebt oft in einem Singlehaushalt. Ihre digitale Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen. Auffällig hoch sind dabei die mobile und geschäftliche Internetnutzung.

In allen Bereichen verfügt die digitale Avantgarde über sehr hohe Kompetenzen und bildet bei den komplexen digitalen Themen die Spitze der Gesellschaft. Ihr Wissensstand um die digitale Welt ist dagegen nicht ganz so ausgeprägt wie bei den digitalen Profis. Mehr durch „trial and error“ statt das Lesen von Anleitungen eignet sich der digitale Avantgarde seine Kompetenzen an. Von den digitalen Medien lässt diese Gruppe kaum ab: Durchschnittlich elf Stunden verbringen sie täglich vor dem Computer. Neben der Arbeit ist daher auch das Freizeitverhalten oft von den digitalen Medien bestimmt.

Mit dieser Studie wird deutlich, dass das Warten auf Veränderungen alleine nicht zum Ziel führen wird, Deutschland besser auf die Herausforderungen der digitalen Welt im 21. Jahrhundert vorzubereiten. Nur mit auf einzelne Gruppen zugeschnittenen Maßnahmen lässt sich hier etwas erreichen.

Quelle: Initiative D21

Die Studie als e-paper: www.digitale-gesellschaft.info

als PDF zum Download: www.initiatived21.de

 

(N)ONLINER Atlas 2009: Internetnutzung entwickelt sich weiter dynamisch – fast 70 Prozent sind online

Laut (N)ONLINER Atlas 2009 ist der Onliner-Anteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 69,1 Prozent deutlich gestiegen und weist damit die zweithöchste Steigerungsrate der letzten sechs Jahre auf. Gleichzeitig ist der Offliner-Anteil um 3,3 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent gesunken. Mit 4,3 Prozent wollen 0,6 Prozent weniger Nutzungsplaner als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken.

Das sind zentrale Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, die bereits zum neunten Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde. Jedes Jahr werden in Deutschlands größter Studie zur Internetnutzung die Veränderungen in diesem Bereich detailliert beleuchtet. Mit über 30.000 Interviews dokumentiert der diesjährige (N)ONLINER Atlas Strukturen der Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen.

"Ich begrüße die deutliche Steigerung der Internetnutzung. Internetkenntnisse sind wichtig für den Standort Deutschland und für die Menschen. Der kompetente Umgang mit dem Internet wird immer mehr zur Voraussetzung für Chancengleichheit im Beruf und im Leben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unternimmt daher einiges, um die Zahl der Onliner zu erhöhen. Dies betrifft den Ausbau der notwendigen Infrastruktur ebenso wie spezielle Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Online-Nutzung. So haben wir kürzlich die Initiative "Internet erfahren" gestartet.
Die Ergebnisse des diesjährigen (N)ONLINER Atlas bieten wichtige Hinweise darauf, in welchen Bereichen wir unsere Anstrengungen fortsetzen müssen", so Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Internetnutzung in allen Bundesländern gestiegen – Bremen aktuell an der Spitze
Im Bundesländerranking haben die Stadtstaaten die Nase vorn und sind diesmal vollständig unter den TOP 5 vertreten. Mit 74,2 Prozent Internetnutzern liegt Bremen in diesem Jahr noch vor Berlin (73,3 Prozent) auf Platz eins und hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 8,1 Prozentpunkten am deutlichsten von allen Bundesländern gesteigert. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit 72,6 Prozent und der Stadtstaat Hamburg erreicht Platz vier mit 72,3 Prozent. Im Vorjahr noch letzter im Ranking, weist das Saarland mit 6,2 Prozentpunkten die zweithöchste Steigerung aller Bundesländer auf. Mit 63 Prozent Internetnutzern hat damit das Saarland in diesem Jahr Thüringen (62,6 Prozent), MecklenburgVorpommern (61,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (60,7 Prozent) knapp überholt. Im Unterschied zu den Ergebnissen der Vorjahre hat sich der Abstand des Onliner-Anteils zwischen dem ersten und dem letzten Bundesland im Ranking in diesem Jahr nicht weiter verringert. Auch ein Stadt-Land-Gefälle ist nach wie vor zu konstatieren: In Ballungsräumen mit 500.000 Einwohnern und mehr sind bereits 72,4 Prozent der Bevölkerung online, in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sind es lediglich 63,9 Prozent.

Bevölkerungsgruppen mit Nachholbedarf mit überdurchschnittlichem Onliner-Wachstum
Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen – wie in den Vorjahren – auch 2009 einen allgemeinen Aufwärtstrend. Bei den unter 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer inzwischen durchweg über 80 Prozent. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzenden besonders kräftig um 6,9 Prozentpunkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online – bei weiter nur geringem Wachstum. Neben den „Best Agern“ gibt es weitere, im Internet bislang unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen wie Menschen mit formal einfachem Bildungshintergrund oder Personen in Haushalten mit geringem Einkommen. In beiden demographischen Gruppen wächst der Onliner-Anteil im Jahresvergleich erfreulicherweise überdurchschnittlich. So steigt der Onliner-Anteil von Personen in Haushalten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 EUR um 6,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent an, damit ist jedoch dort noch nicht einmal jeder Zweite online. Dagegen sind Personen in Haushalten mit Monatseinkommen von 3.000 EUR und mehr zu 89,4 Prozent Internetnutzer.
„Fast 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind inzwischen online. Aber 21 Millionen sind es eben noch nicht. Wir müssen bei der digitalen Integration weiterhin am Ball bleiben und mit gezielten Aktivitäten die Offliner fördern. Mit Projekten wie "Online-Kompetenz für die Generation 50plus" hat die Initiative D21 bereits früh diese Herausforderung erkannt und aufgegriffen. Nur so können wir auch das Bewusstsein für die Vermittlung der digitalen Kompetenz wecken und Deutschland erfolgreich in die Zukunft führen“, fordert Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der Intel GmbH.

Breitbandnutzung – DSL dominiert, Kabel- und Mobilzugänge steigen
Der Zugang über DSL ist auch in diesem Jahr wieder der mit Abstand am meisten genutzte Weg ins Internet. Nach DSL mit einem Anteil von 61,5 Prozent, folgen mit großem Abstand ISDN mit 13,9 Prozent und Modem (analog) mit 9,6 Prozent. Die Zugangsart Kabel hat mit 4,7 Prozent ein deutliches Wachstum von 1,5 Prozentpunkten erlebt. Auch der mobile Internetzugang als Hauptzugangsart zu Hause ist, wenn auch nur leicht, in diesem Jahr von 1,4 Prozent auf 1,7 Prozent gestiegen. Insgesamt nutzen inzwischen 66,9 Prozent der Onliner einen breitbandigen Internetzugang. Der Breitbandanschluss ist der entscheidende Faktor für das absolute Wachstum bei der Internetnutzung, das zu 90 Prozent durch diesen getragen wird. Nur noch 2,2 Prozent (im Vorjahr 3,7 Prozent) der Onliner geben an, keinen Internetzugang zu Hause zu haben. „Neben den DSL-Anbietern haben nun auch die Kabel- und Mobilfunkanbieter ihre Möglichkeiten in der Breitbandnutzung erkannt und die Angebote hierfür weiter ausgebaut. An den steigenden Zahlen lässt sich ablesen, dass dies gut von den Verbrauchern angenommen wird“, sagt Robert A. Wieland, Mitglied des Gesamtvorstandes der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH.

Den aktuellen (N)ONLINER Atlas sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.nonliner-atlas.de

Ein Exemplar der Print-Ausgabe des „(N)ONLINER Atlas 2009: Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland“ kann gegen Zusendung eines mit 1,45 Euro frankierten und rückadressierten DIN A4 Umschlages an
Kathleen Hiller, Stichwort (N)ONLINER Atlas, In den Wiesen 10, 29575 Altenmedingen kostenlos bestellt werden.

Projektleitung (N)ONLINER Atlas:
Matthias Peterhans Dr. Wolfgang Neubarth
TNS Infratest
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Pressekontakt:
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(N)ONLINER Atlas 2009
Der „(N)ONLINER Atlas 2009“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest. Den diesjährigen Atlas haben die FIDUCIA IT AG, TNS Infratest GmbH, Deutsche Telekom AG, Wolters Kluwer Deutschland, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ermöglicht. Im neunten Jahr seines Erscheinens beleuchtet der (N)ONLINER Atlas erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und verdeutlicht Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland. Im Mittelpunkt der mit über 30.000 Interviews deutschlandweit größten Studie stehen die Zahlen der Internetnutzung nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung.

Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. Weitere Informationen unter www.initiatived21.de

TNS Infratest
TNS Infratest ist Mitglied der TNS Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. Für seine Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „Beratung durch Forschung“ und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit. Weitere Informationen unter www.tns-infratest.com

 

Zwei Drittel der Deutschen sind online

Der im Juni in Berlin vorgestellte (N)ONLINER Atlas 2008 zeigt: Der Online-Anteil in Deutschland ist deutlich um fast fünf Prozent gestiegen. Insbesondere bei den über 50-Jährigen gibt es große Zuwächse. Der Abstand zwischen Frauen und Männern vergrößert sich. Bei der Wahl des Internetzugangs wird die Breitbandnutzung zum "Normalfall".

Mit einem starken Zuwachs um fast fünf Prozentpunkte ist die Bevölkerungsgruppe der Internetnutzerinnen und -nutzer innerhalb eines Jahres um beachtliche drei Millionen Menschen (Anstieg im Vorjahr: 1,4 Millionen) gewachsen und überschreitet somit erstmals die 65-Prozent-Marke. Nach den aktuellen Ergebnissen des (N)ONLINER Atlas 2008 sind demnach ca. 42,2 Millionen Personen über 14 Jahren online. Eine weitere Premiere: Dieses Jahr fällt der Offliner-Anteil der Bevölkerung zum ersten Mal unter die 30-Prozent-Grenze. Während es im Jahr 2007 noch 22,2 Millionen (34,1 Prozent) Deutsche gab, die weder das Internet nutzten, noch planten, dies in Zukunft zu tun, verringerte sich der Anteil der Nichtnutzer innerhalb der letzten zwölf Monate um 4,2 Prozentpunkte auf 29,9 Prozent. Mehrheitlich sind die Offliner weiterhin eher weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen. Bei den männlichen Onlinern ist dagegen ein überdurchschnittlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Gegensatz zur Entwicklung in den Vorjahren zeichnet sich in diesem Jahr eine leichte Öffnung der Frauen-Männer-Schere ab. Der Anteil der Nutzungsplaner ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und setzt somit den rückläufigen Trend zur Nutzungsplanung weiter fort. Nach den vorliegenden Zahlen beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten lediglich 4,9 Prozent der Bundesbürger (5,7 Prozent im Vorjahr) sich der Onliner-Community anzuschließen.

Das sind die zentralen Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2008, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest. Im achten Jahr seines Erscheinens beleuchtet der (N)ONLINER Atlas erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und stellt Unterschiede bei der Internetnutzung in Deutschland heraus. Im Mittelpunkt der mit über 52.000 Interviews deutschlandweit größten Studie zur Internetnutzung stehen Nutzungsvergleiche nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung. Erneut wird die Internetnutzung auch nach Regierungsbezirken und Postleitzahlengebieten ausgewiesen.

"Die Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas bezeugen die positive Entwicklung bei der Internetnutzung in Deutschland. Die Bundesregierung freut sich über diese Entwicklung. In ihrem Aktionsprogramm "iD2010 - Informationsgesellschaft Deutschland 2010" vom November 2006 hatte die Bundesregierung festgelegt, die "Integration von Bürgerinnen, Bürgern und Staat in die Informationsgesellschaft zu beschleunigen. Der (N)ONLINER Atlas 2008 belegt sehr eindrucksvoll, dass die Beschleunigung der digitalen Integration eingesetzt hat", sagt Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

"Das Internet durchzieht inzwischen nahezu alle Bereiche der Gesellschaft. Die Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2008 verdeutlichen die immer größere Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern. Zwei Drittel aller Deutschen sind online. Die "Digitale Integration" schreitet weiter voran, doch wird beim Umgang mit dem Internet immer entscheidender, dass allen Bevölkerungsschichten ein hohes Maß an digitaler Ausbildung zuteil wird. Für diese "Digitale Kompetenz" setzt sich die Initiative D21 in zahlreichen Projekten ein", betont Bernd Bischoff, Präsident der Initiative D21 und President & CEO Fujitsu Siemens Computers.

Flächendeckend steigt die Internetnutzung in Deutschland

Die aktuellen Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2008 zeigen: Auch in diesem Jahr basiert der bundesweite Zuwachs bei den Onlinern auf einer flächendeckenden Zunahme in allen Bundesländern. Besonders zulegen konnten Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern. Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg bleiben aber unverändert Spitzenreiter. Mit 70,3 Prozent (Berlin) und 69,0 Prozent (Hamburg) führen sie klar die Top 5 der Onliner 2008 an, gefolgt von Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern. Das Schlusslicht bilden erneut die neuen Bundesländer - gemeinsam mit dem Saarland, wobei das Saarland zu den Bundesländern mit den deutlichsten Zuwächsen gehört. Somit bleibt das West-Ost-Gefälle in der Internetnutzung auch in diesem Jahr bestehen. Im Vergleich zu den Ergebnissen der Vorjahre fallen jedoch die Unterschiede zwischen den Bundesländern insgesamt geringer aus. Auch die Abweichungen zwischen den Regierungsbezirken zeigen erfreulicherweise einen rückläufigen Trend.

Die Frauen-Männer-Schere geht in diesem Jahr erstmals wieder leicht auseinander. Das prozentuale Verhältnis von männlichen zu weiblichen Onlinern liegt 2008 bei 53,8 zu 46,2 Prozent, dagegen waren es noch 53,5 zu 46,5 Prozent im Vorjahr. Die weiblichen Onliner konnten ihren Rückstand in der Internetnutzung durch hohe Zuwachsraten in den vergangenen Jahren verringern. So wurde im Jahr 2007 die bis dato geringste Differenz zwischen den Geschlechtern verzeichnet. 2008 sind die Zuwachszahlen der Männer (5,3 Prozentpunkte) aber wieder größer als die der Frauen (4,5 Prozentpunkte). Dies entspricht bei den weiblichen Onlinern einem Anteil von 58,3 Prozent, bei den männlichen Onlinern einem Anteil von 72,4 Prozent. Da die Gruppe der Nutzungsplaner jedoch weiterhin überwiegend weiblich ist, besteht für die kommenden Jahre dennoch die Hoffnung einer sukzessiven Annäherung von Männern und Frauen. Insgesamt schaffen es in diesem Jahr die Frauen aller Bundesländer - ausgenommen das Saarland - über die 50-Prozent-Marke.

Die Zahlen der Onliner ab 50 Jahren zeigen - wie in den Vorjahren - auch 2008 einen Aufwärtstrend. Die Zuwachsrate in dieser Altersgruppe beträgt 13,8 Prozent. Nahezu alle Bundesländer überschreiten dabei die 30-Prozent-Marke bei den so genannten "Best-Agern". Sachsen-Anhalt konnte die höchste Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahr erzielen, bleibt jedoch beim Onliner-Anteil in dieser Bevölkerungsgruppe mit 35,4 Prozent insgesamt weiter unterdurchschnittlich. Hier liegt die Generation 50plus in Berlin an der Spitze: 48,7 Prozent aller Berliner Best-Ager sind bereits im Netz und der Anteil der Offliner ist mit weniger als 50 Prozent vergleichsweise gering.

Breitband ist dominierende Zugangsart zum Internet

Die Breitbandnutzung ist weiter auf dem Vormarsch: Von 2007 bis 2008 legte der breitbandige Internetanschluss erneut um knapp sechs Prozentpunkte zu und versorgt heute zwei Drittel (65,4 Prozent) aller Onliner in Deutschland und damit 42,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. "Wie schon in den vergangenen Jahren trägt der weiter lebhafte (Preis-) Wettbewerb und die Vermarktung von Bündel- und Flatrate-Angeboten mit Sicherheit ausschlaggebend dazu bei, dass die Breitbandnutzung ihre Vormachtstellung binnen weniger Jahre so enorm ausbauen konnte", sagt Robert A. Wieland, Mitglied des Gesamtvorstandes der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH. Insbesondere der DSLAnschluss erfreut sich großer Beliebtheit: Inzwischen nutzen 61,8 Prozent aller Onliner in Deutschland diese Zugangsform. Der Anteil der Surfer mit schmalbandigem Zugang verzeichnet infolgedessen naturgemäß Rückgänge. Besonders das Modem als Zugangsart zum Internet verliert immer weiter an Bedeutung.

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Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2008

Erste Studie zum Zusammenhang von "Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland". Auf der Basis der Befrgaung zum (N)ONLINER Atlas 2008 wurde die Merkmale "ohne Migrationshintergrund", "mit eigener Migrationserfahrung" und "Migrationserfahrung der Eltern" eine eingehenden Analyse unterszogen. Deutlich ähnlicher ist dabei das Nutzungsverhalten von Personen ohne Migrationshintergrund und Personen, deren Eltern über Migrationserfahrung verfügen. Dies zieht sich durch die ganze Studie, auch wenn sich bei der ersten Betrachtung der Zahlen zeigt, dass Befragte ohne Migrationshintergrund das Internet mit 64,3 Prozent seltener nutzen als Befragte mit eigener Migrationserfahrung (66,8 Prozent) oder Migrationserfahrung der Eltern (75,3 Prozent). Allerdings relativiert sich dieses Ergebnis wenn der Faktor „Alter“ hinzugezogen wird.

Die Gruppe der Personen ohne Migrationshintergrund ist im Durchschnitt zehn Jahre älter. Und schon im (N)ONLINER Atlas 2008 wurde deutlich: je höher das Alter, desto geringer die Internetnutzung. Beim direkten Vergleich innerhalb der Altersgruppen lassen die geringen Unterschiede daher keine abgehängte Bevölkerungsgruppe vermuten. Nachdem die Initiative D21 bereits mit der „IT-Roadmap E-Integration“ die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für den Integrationsprozess aufgezeigt hat, stellt die Sonderauswertung „Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland“ einen weiteren Schritt zum effektiven und sinnvollen Einsatz von IKT für die Integration von Migrantinnen und Migranten dar.

Der „(N)ONLINER Atlas 2008“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch zahlreiche Sponsoren: Fujitsu Siemens Computers, Microsoft Deutschland GmbH, FIDUCIA IT AG, TNS Infratest GmbH, Deutsche Telekom AG, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Im achten Jahr seines Erscheinens beleuchtet der (N)ONLINER Atlas erneut die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner und verdeutlicht Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland. Im Mittelpunkt der mit nahezu 50.000 Interviews deutschlandweit größten Studie stehen die Zahlen der Internetnutzung nach Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung. Die Internetnutzung wird auch in diesem Jahr nach Postleitzahlengebieten ausgewiesen.

Initiative D21

Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Informationsgesellschaft in Deutschland des 21. Jahrhunderts zu stärken. Mit ihren gemeinnützigen Projekten setzt sich die Initiative D21 dabei insbesondere für mehr "Digitale Integration", "Digitale Kompetenz" und "Digitale Exzellenz" ein. Weitere Informationen unter: www.initiatived21.de

 

Heft 5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007, September 2007

Sonderauswertung Gender & Diversity des (N)ONLINER Atlas 2007

Die sechste Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas zeigt, dass trotz des kontinuierlichen, quantitativen Anstiegs der Internetnutzung in Deutschland seit 2002 die "klassischen" Merkmale der digitalen Spaltung weiterhin wirksam bleiben und keine qualitative Verbesserung festzustellen ist.
Die Mehrheit der Internetnutzenden ist nach wie vor männlich: 53,5 Prozent Männer und 46,5 Prozent Frauen. Die Differenz zu den Männern ist aber erneut gesunken und befindet sich mit 13,3 Prozentpunkten auf dem niedrigstem Niveau seit 2001.

Der Bildungsgrad beeinflusst den Online-Anteil immer mehr: Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium legen gegenüber 2006 um einen Prozentpunkt zu und nutzen das Internet mit 81 Prozent weiterhin gleichermaßen. Die Schere zwischen Frauen und Männern ist größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre haben zwar die größten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr mit 6 Prozentpunkten erzielt, behalten aber zu den Männern mit gleichem Bildungsgrad die größte Differenz mit 24 Prozentpunkten.

In fast allen Einkommensgruppen ist der Online-Anteil der Frauen gestiegen. Dabei verzeichnen die Gruppen mit den niedrigsten und dem zweithöchsten Einkommen 3.500 bis 4.000 Euro die stärksten Zuwächse. Bei den Männern ist der Anteil der Onliner vor allem im unteren Einkommensbereich 500 bis 1.000 Euro gestiegen. Die deutlichen Zuwächse in den Gruppen mit niedrigem Einkommen könnten mit gesunkenen Kosten für DSL-Anschlüsse zusammenhängen.

Das Alter hat nach wie vor großen Einfluss auf das Maß der Internetnutzung: Männer wie Frauen über 50 Jahren befinden sich mit ihrem Online-Anteil weiterhin unter der 50-Prozent-Marke. Allerdings ist die Differenz zwischen Frauen und Männern mit 16,5 Prozentpunkten hier am deutlichsten: 27,8 Prozent der Frauen und 44,3 Prozent der Männer über 50 sind online.

Das Schwerpunktthema im Jahr 2007 bildet eine Fünf-Jahres-Bilanz der Online-Entwicklung in den Bundesländern. Ausgehend von der aktuellen Platzierung werden die Fort- oder Rückschritte der Entwicklung seit 2003 markiert.

Ein Online-Anteil unter 50 Prozent findet sich in keinem Bundesland mehr. Werte unter 50 Prozent bei den Frauen weisen die östlichen Bundesländer und das Saarland mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern auf: Dort hat die Internetnutzung der Frauen von Platz 15 im Vorjahr auf Platz 7 in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorn gemacht. Die Internetnutzung der Frauen über 50 Jahren liegt mit 28,8 Prozent sogar 1 Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt.

Zur Pressemitteilung "Online-Anteil der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern überproportional gestiegen"

 

Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2007: Best-Ager schätzen breitbandiges Surfen

Die Internetnutzung der so genannten Best Ager hat nach den Ergebnissen des (N)ONLINER Atlas 2007 der Initiative D21 und TNS Infratest auch 2007 weiter zugelegt. Am stärksten ist der Anstieg mit 2,8 Prozentpunkten bei den 60- bis 69-Jährigen, deren Onliner-Anteil in diesem Jahr bei 35,5 Prozent liegt. Damit ist mehr als ein Drittel dieser Altersgruppe im Internet unterwegs. Der Zuwachs in der Gruppe der ab 70-Jährigen beträgt dagegen nur einen Prozentpunkt. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg der Onliner-Anteil um 1,5 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent.

Mit Bremen (44 Prozent), Berlin (43 Prozent) und Hessen (41 Prozent) überspringen 2007 erstmals gleich drei Bundesländer die 40-Prozent-Marke bei der Internetnutzung der 50-Jährigen und Älteren. Die höchsten Offliner-Anteile unter den Best Agern haben das Saarland (69 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (68 Prozent) und Thüringen (67 Prozent). Den größten Onliner-Zuwachs unter diesen drei letztplatzierten Bundesländern hat mit knapp drei Prozentpunkten Mecklenburg-Vorpommern vorzuweisen.

Ältere Generation schätzt komfortables Surfen

Zwar belegt der (N)ONLINER Atlas 2007 erneut, dass die Altersgruppe 50plus noch unter dem Durchschnitt einer mit nahezu 60 Prozent allgemein hohen Breitbandnutzung liegt, dennoch sind im Vergleich zum Vorjahr auch hier zweistellige Zuwächse in der breitbandigen Nutzung festzustellen. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen stieg die Breitbandnutzung um zehn Prozentpunkte auf 53 Prozent an, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es plus zwölf Prozentpunkte auf heute 47 Prozent. Die ab 70-Jährigen weisen mit 43 Prozent den niedrigsten Anteil der Breitbandnutzung auf, aber auch sie verzeichnen ein deutliches Plus von elf Prozentpunkten. Mittels ISDN-Anschluss wählen sich in der Altersgruppe der Best Ager noch 22 Prozent der 50- bis 59-Jährigen, 23 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 22 Prozent der ab 70-Jährigen in das Internet ein. Ein analoges Modem wird von durchschnittlich 16 Prozent der Altersgruppe 50plus genutzt.

"Die Ergebnisse des Online-Jahres 50plus und des Kongresses, "Ist das Internet reif für die Älteren"; zeigen, dass Produkte und Dienstleistungen rund um das Internet mit der demografischen Entwicklung nicht Schritt halten. Insbesondere die differenzierte Interessenslage der Erwachsenen ab 50 Jahren schafft attraktive neue Märkte. Zusätzlich braucht es gemeinsame Initiativen politischer und privatwirtschaftlicher Partner, die wirksam ältere Erwachsene an das neue Medium heranführen und bei der Erschließung neuer Entwicklungen unterstützen", sagt Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V..

Weitere Informationen, Bilder und Audiodateien finden sie unter:
www.nonliner-atlas.de

2007_06_25_TNS_Infratest_D21_50plus [21,94 kB | pdf]

2007_06_25_TNS_Infratest_D21_Breitband [29,52 kB | pdf]

2007_06_25_TNS_Infratest_D21_ZE [34,66 kB | pdf]

2007_06_25_TNS_Infratest_D21_Sicher_Surfen2007 [34,25 kB | pdf]

2207_06_25_TNS_Infratest_D21_BestAger [46,66 kB | pdf]

 

Heft 3: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2006, Dezember 2006

Gender-Sonderauswertung des (N)ONLNER Atlas 2006

Mit der Gender-Sonderauswertung "Internetnutzung von Frauen und Männern 2006" des aktuellen (N)ONLINER Atlas, einer von TNS Infratest und Initiative D21 jährlich herausgegebenen Studie zur Internetnutzung in Deutschland, werden die Geschlechterunterschiede bei der Internetnutzung bereits zum fünften Mal einer genaueren Analyse unterzogen.

Fragestellung

Wie wirkt es sich auf die Internetnutzung aus Frau oder Mann, jünger oder älter zu sein? Welche weiteren demografischen Faktoren beeinflussen den OnlinerInnen-Anteil darüber hinaus? Frauen holen auf: Erstmals sind über 50 Prozent von ihnen online und die Differenz zu den Männern ist gesunken. Der positive Trend setzt sich auch bei den Älteren fort: die 50 bis 59-jährigen Frauen erreichen ebenfalls 50 Prozent Onlinerinnen.

Bildung

Der Bildungsgrad beeinflusst den OnlinerInnen-Anteil: Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium sind mit 80 Prozent Onlinenutzung gleichauf, demgegenüber ist die Schere zwischen Frauen und Männern größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre sind zu 17 Prozent online und liegen damit 23 Prozentpunkte unter dem Nutzungsgrad der Männer.

Beruf

Einen ähnlichen Einfluss hat der berufliche Status: Die Differenz zwischen Frauen und Männern aus der Gruppe der ArbeiterInnen/ HandwerkerInnen ist von 13 Prozentpunkten 2002 auf 29 Prozentpunkte 2006 gestiegen. Tendenziell nivellieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern je höher der berufliche Status ist.

Alter

Das Alter bleibt ein wesentlich mitbestimmender Faktor bei der Internetnutzung: Wird das Alter mitbetrachtet, ergibt sich im Bildungsbereich ein anderes Bild: Zwar haben auch die über 60-Jährigen mit Abitur bzw. Hochschulabschluss den höchsten Online-Anteil, der Abstand zwischen Frauen und Männern ist in diesem Bildungssegment allerdings mit 20 Prozentpunkten am größten.

Handungsansätze

Im Rückblick wird deutlich: Erst in der Kombination mit weiteren demografischen Faktoren werden Entwicklungen sichtbar und lassen sich Handlungsansätze für die Zukunft erkennen. Mit kostenlosen, öffentlichen Lernorten für Einkommensschwache, gezielten Angeboten für Ältere, spezieller Förderung der Bildungsfernen kann der Zugang zur IuK-Technologie und die Teilhabe an der Informationsgesellschaft weiter erhöht werden.

 

Wer sind die "Offliner"? Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas 2006

Das Alter und der Bildungsstand beeinflussen die Nutzung des Internets in Deutschland. 61,3 Jahre alt, weiblich, mit einem unterdurchschnittlichen Bildungsniveau und Haushaltseinkommem sowie nicht berufstätig - das sind die typischen "Offliner", die Menschen die das Internet nicht nutzen. Dies ist das Ergebnis der Sonderauswertung des (N)ONLINER Atlas 2006, der von Initiative D21 und TNS Infratest heute veröffentlicht wurde.

78 Prozent der Offliner sind über 50 Jahre alt und lediglich sieben Prozent von ihnen haben Abitur oder einen Studienabschluss. 63 Prozent der Offliner haben ein monatliches Einkommen von 2.000 Euro und weniger. 56 Prozent von ihnen sind Renterinnen, Rentner oder Pensionäre. Der Frauenanteil ist mit 61 Prozent unter den Offliner ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Die Größe des Heimatortes oder ein Unterschied bei der Betrachtung von West- und Ostdeutschland, spielt keine Rolle bei der Internetnutzung.

"Die klassischen Merkmale der digitalen Spaltung sind nach wie vor von Bedeutung", kommentiert Prof. Barbara Schwarze (Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik - Diversitiy - Chancengleichheit e.V.). Noch immer nutzen 23 Millionen Menschen das Internet nicht. Werden oben genannte Merkmale, wie Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildungsniveau kombiniert, ergibt sich eine Offliner-Zahl von 91,1 Prozent.

Um diese Zahl zu senken bedarf es verstärkter zielgruppenorientierter Maßnahmen. "Gefragt sind nutzenorientierte Information, Anwendungsbeispiele und Lernangebote, ebenso wie öffentliche Internetzugangsorte und einfach zu nutzende Technologien", so Schwarze. Mit dem Projekt "Mittendrin im Leben - Ganz einfach Internet" des Kompetenzzentrum mit Unterstützung von Partnern, wie die Initiative D21, wurden in nur zwei Jahren bereits 37.000 älteren Menschen das Internet näher gebracht.

Die Sonderauswertung " Offliner in Deutschland . Bestandsaufnahme und Charakterisierung der Nicht-Nutzer des Internets" ist zum kostenfreien Download (PDF mit PowerPointPräsentation, 340 Kb) erhältlich unter: www.nonliner-atlas.de

 

(N)ONLINER Atlas 2006: Erstmals jede 2. Frau online

Die Internetnutzung ist 2006 weiter gestiegen, die Onliner haben ein hohes Maß an Eigenverantwortung in Sachen Sicherheit, die Altersgruppe 50plus holt weiter auf und die Frauen haben erstmals die Marke von 50 Prozent Onlineranteil überschritten.

 

Die zentralen Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2006 wurden am 1. August 2006 der Öffentlichkeit in Berlin vorgestellt.

Nutzung Planung - Nichtnutzung

Die Internetnutzung in Deutschland ist innerhalb eines Jahres um drei Prozent auf mittlerweile 58 Prozent gestiegen. Damit ist die Internetgemeinde in den zurückliegenden zwölf Monaten um zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzer auf 37,8 Mio. Menschen über 14 Jahre gestiegen. Vier Millionen Bürgerinnen und Bürger beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten ins Internet einzusteigen (6 Prozent). 23 Millionen Deutsche (36 Prozent) zählen weiterhin zu den Offlinern, den Nicht-Nutzern des Internets ohne Anschaffungsabsicht. Diese sind nach wie vor mehrheitlich weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen und werden immer älter. Das Durchschnittsalter der Nicht-Nutzer liegt derzeit bei 61,3 Jahren.

Zuwächse im Osten

Erstmals seit der Messung im Jahre 2001 kommt der größere Zuwachs der Internetnutzung in Deutschland aus dem Osten der Bundesrepublik. Während im Westen die Internetnutzung um 2,9 Prozent stieg, wuchs sie im Osten um 3,9 Prozent.

Generation 50plus strebt weiter ins Internet

Auch bei der Generation 50plus kommen viele neue Nutzerinnen und Nutzer des Internets aus den neuen Bundesländern. Sachsen-Anhalt liegt an der Spitze mit einem Zuwachs von 7,9 Prozentpunkten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 7 und Thüringen mit 5,7 Prozentpunkten. Erst an vierte Stelle und noch hinter Sachsen mit 5,1 Prozentpunkten erscheint das erste Westland: Niedersachsen mit 4,8 Prozentpunkten Zuwachs.

Ältere Menschen haben in den letzen Jahren zum andauernden, moderaten Wachstum der Onliner in Deutschland in erheblichem Umfang beigetragen: 33,9 Prozent der über 50-Jährigen nutzen 2006 das Internet, ein Anstieg um 3,2 Prozentpunkte gegenüber 2005. Aktuell sind damit 10,2 Millionen ältere Frauen und Männer im Internet und verändern die Kommunikations- und Informationskultur des Mediums nachhaltig.

Mit 56,8 Prozent liegen die 50- bis 59-Jährigen nur noch 1,4 Prozentpunkte unter dem Onliner-Durchschnitt von 58,2 Prozent. Der Abstand zur Gruppe der 60-bis 59-Jährigen ist mit 24,1 Prozentpunkten leider konstant geblieben, zur Gruppe der über 70-Jährigen ist die Differenz sogar größer geworden: 20,5 Prozentpunkte

Frauen haben die 50-Prozent-Marke überschritten

52 Prozent der Frauen in Deutschland sind 2006 online. Damit haben die Frauen erstmals die Marke von 50 Prozent Onlineranteil überschritten. Dieser Wert basiert vor allem auf einem überdurchschnittlichen Zuwachs (von 4 Prozent) in den alten Bundesländern. Dagegen fiel der Zuwachs bei den männlichen Onlinern geringer aus (ein Plus von 2,2 Prozent). Die Zahl der männlichen Onliner liegt bei 65,4 %.

Je höher die formale Bildung, umso stärker verringert sich der Geschlechterunterschied bei der Internetnutzung. Unter Akademikern hat sich der Geschlechterunterschied 2006 erstmals aufgehoben. Bei beiden Geschlechtern beträgt der Onliner-Anteil jeweils 80 Prozent. Am größten ist der Unterschied in der Internetnutzung zwischen Frauen und Männern, die zwar über einen Volks- bzw. Hauptschulabschluss verfügen, aber keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Hier sind es 17 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer, die das Internet nutzen.

Gender Gab weitet sich im Alter aus

Mit steigendem Alter nehmen die Unterschiede bei der Internetnutzung zu, bei Frauen stärker als bei Männern. Bis 39 Jahren sind noch über 70 Prozent der Frauen und über 80 Prozent der Männer online. Im Vergleich sind bei den 60 - 69-Jährigen nur noch 22,9 Prozent Frauen und 43,1 Prozent Männer online und bei den Menschen über 70 Jahre sind es noch 5,7 Prozent Frauen und 19,7 % Männer. Dabei ist zu beachten, dass Frauen 55 Prozent der über 70-Jährigen stellen, jedoch nur ein knappes Viertel der Onliner.

Anstrengungen zur Digitalen Integration werden fortgesetzt

"Die durchweg positive Bilanz darf nicht zur Verringerung der Anstrengungen führen. Technikdistanz und Kosenbewußtsein sind einfach zu überwindende Hindernisse auf den Weg ins Netz: Nutzen, Qualität und leicht zugängliche Lernangebote haben in unseren bisherigen Projekten und Initiativen viele ältere Frauen und Männer überzeugt," so Birgit Kampmann vom Kompetenzzentrum. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und zahlreichen Unternehmenspartnern ist das Aktionsprogramm Online-Jahr 50 plus - Internet verbindet im Mai gestartet. Schirmherrin ist Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zwölf Monate lang wird über Themenangebote in Print- und Onlinemedien und in vierstündigen Präsenzkursen älteren Frauen und Männern der Nutzen praktisch vermittelt.

Steckbrief der Studie

Der (N)ONLINER Atlas 2006, die deutschlandweit größte Studie mit 50.000 Interviews, wird von TNS Infratest und der Initiative D21 durchgeführt. Auch in diesem Jahr werden die Zahlen nach Bundesland, Regierungsbezirk, Postleitzahlengebiet, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung aufgeschlüsselt. Der diesjährige Sonderteil befasst sich mit dem Thema "Sicher Surfen: Wie schützen sich die deutschen Onliner im Internet?"

 

(N)ONLINER Atlas Sonderauswertung 50plus 2005

Mit der Sonderauswertung 50plus des (N)ONLINER Atlas schreibt das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. die im Vorjahr erstmals vorgelegte Analyse der Daten zur "Internetentzung von Frauen und Männern in Deutschland" fort: unter den 48.500 Befragten des Jahres 2005 waren 21.900 Frauen und Männer über 50 Jahren. Die Antworten dieser Altergsgruppe wurden einer ausführlichen Bewertung unterzogen.

Der (N)ONLINER Atlas wird jährlich gemeinsam von TNS Infratest und der Initiative D21 vorgelegt. Die Sonderauswertung umfasst neben neben der Differenzierung des Alterssegments 50plus nach Geschlecht, Bildung und Einkommen auch eineRanking-Liste der Bundesländer. Mit diesem einmalig für Deutschland entwickleten Instrument wird der Erfolg von regionalen Maßnahmen und Länderporgrammen meßbar

Onliner unter den Best Agern

30,5 Prozent der so genannten Best Ager nutzen nach aktuellen Ergebnissen des (N)ONLINER Atlas 2005 das Internet. In der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen ist mit 53,2 % weiterhin mehr als jeder Zweite online. Den höchsten Zuwachs hat erneut die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen. Hier ist der Onliner-Anteil von 25,3 % in 2004 auf 29,1 % angewachsen. In der Altersgruppe 70plus liegt die Internet-Nutzung bei 10 %.

Generation 50plus im Zeitraffer von 2001 bis 2005

Die Zuwächse bei den jüngeren Altersgruppen steigen zwar stetig, aber sehr moderat. Das sieht bei der Generation 50plus ganz anders aus. Die Internetnutzung der Best Ager hat sich im Zeitraum von 2001 bis 2005 verdoppelt:

  • Onliner Generation 50plus 2001: 15,5 %
  • Onliner Generation 50plus 2005: 30,5 %

Seit 2002 ist Zahl der Internetnutzenden um 3,9 Mio. Menschen gestiegen. Enorme Zuwächse sind bei den Frauen zu beobachten. Von den 3,9 Mio. Menschen haben 3,1 Mio. Frauen das Internet für sich entdeckt und 840.000 Männer.

In fast allen Altergruppen gab es Zuwächse. Im Jahr 2005 gab es diese vor allem bei den Männern. In der Altersstufe 60 - 64 haben sie 6 Prozentpunkte zugelegt und bei der folgenden Altersstufe von 69 - 69 sogar 8 Prozentpunkte. Auch die Frauen verzeichnen starke Zuwächse, wenn auch eher in den jüngeren Altersstufen. Die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen haben 4 Prozentpunkte Zuwachs erzielt. Die älteren Frauen dagegen haben keine Motivation oder einen Nutzen für sich gesehen, das Internet zu entdecken.

Vergleicht man die Zahlen der über und unter 50-Jährigen miteinander, dann wird schnell klar, digitale Integration bleibt weiter ein Thema, um gerade die Älteren zu motivieren, sich mit dem neuen Medium vertraut zu machen. 75,6 % der bis 49-Jährigen sind im Netz im Gegensatz zu 30,5 % der Generation 50plus.

Haushaltseinkommen und Alter

Für alle Altersstufen gilt: Je höher das Haushaltseinkommen, desto höher ist die Internetnutzung. Bei der Altersgruppe 60 bis 69 Jahren fällt das Niveau der Nutzung im Vergleich zu den jüngeren Altersstufen jedoch stark ab. Teilweise bis zu 20 Prozentpunkte. Beispielsweise sind bis zu einem Einkommen von 1.500 ? weniger als 10 Prozent der Frauen online. Im Vergleich dazu sind bei der Altersstufe 50 bis 59 Jahren 22 bis 29 % der Frauen online.

Keine Arbeit - wenig Geld - kein Internet?

Arbeitslose Frauen unter 40 Jahre nutzen zu 62 % das Internet. Die über 40-Jährigen arbeitslosen Frauen nur zu 38 %. Bei den Männern sind 69 % der jüngeren Arbeitslosen sowie 46 % der über 40-Jährigen online.

Die Wirtschaftslage scheint bei den Arbeitslosen die Konsequenz zu haben, ihren Internetzugang zu kündigen. Der Anteil der arbeitslosen männlichen Internetnutzer unter 40 ist im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozentpunkte auf 69 % zurückgegangen. Bei den Frauen ist ein Rückgang von 10 Prozentpunkten auf 62 % festzustellen. Lediglich die arbeitslosen Frauen über 40 Jahre verzeichnen einen starken Zuwachs von 6 Prozentpunkten.

Ländervergleich: Und was ist mit Bremen?

Die meisten Silver Surfer leben in Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg. Und was ist mit Bremen? Bremen ist der Aufsteiger 2005!

Der Ländervergleich zeigt: Bremen hat mit einem Anteil von 34,4 Prozent über 50-Jähriger, die das Internet nutzen, eine Steigerung mit 10,9 Prozentpunkte in den letzten beiden Jahren erzielt. Damit rückt Bremen von Platz 10 auf Platz 4 der Bundesländer mit der höchsten Internetnutzungsrate und ist das Aufsteigerland des Jahres 2005. Gegenüber dem Bundesdurchschnitt ist die Zuwachsrate der Internetnutzerinnen und -nutzer bei den über 50-Jährigen in Bremen doppelt so hoch.

In Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und im Saarland sind insgesamt weniger als die Hälfte der Bevölkerung online. Alle anderen Bundesländer haben insgesamt einen Onliner-Anteil von über 50 Prozent. Im Gegensatz dazu sind bei den unter 50-Jährigen aller Bundesländern 70 Prozent online.

Hier finden Sie weitere Informationen zur (N)ONLINER Atlas Sonderauswertung 50plus:

 

 

>> Pressekonferenz 28. September 2006 in Bremen

 

(N)ONLINER Atlas 2005

Der (N)ONLINER Atlas 2005, die deutschlandweit größte Studie zur Internetnutzung wurde im Juni 2005 veröffentlicht. Erstmals wurden in diesem Jahr 50.000 Interviews geführt. Erneut haben D21 und TNS Infratest eine Studie über Onliner und Offliner nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigungen zusammengestellt. Vielfältige Karten und Diagramme illustrieren die Ergebnisse. Zum ersten Mal gibt es auch eine Aufschlüsselung nach Postleitzahlengebieten.

55,1 % der Deutschen sind online

Die Zahl der Onliner steigt weiterhin, zwar moderat, aber mit stetigem Zuwachs. 2005 ist jeder zweite Deutsche online. 35,7 Mio. Menschen (55,1 %) über 14 Jahre in Deutschland nutzen das Medium Internet. Jedoch 25 Mio. Deutsche (38,6 %) zählen zu den Offlinern, den Nicht-Nutzern ohne Anschaffungsabsichten. Innerhalb der nächsten 12 Monate planen 4,1 Mio. Menschen (6,3 %) die Internetnutzung.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Es gibt noch immer große Unterschiede bei der Internetnutzung zwischen den Geschlechtern. Trotz guter Zuwachsraten ist immer noch weniger als die Hälfte der Frauen online:

  • Onliner Frauen 47,6 % = 16,1 Mio. (+ 2,0 PP)
  • Onliner Männer 63,2 % = 19,6 Mio. (+ 2,8 PP)

PP = Prozentpunkte

Die Differenz zwischen den Geschlechtern hat sich im Vergleich zu 2001 mit 13,7 % nicht verringert, sondern sogar erhöht. 2005 beträgt sie 15,6 %. Gleiche und gleichwertige Internetbeteiligung von Frauen und Männern bleibt also immer noch ein Thema, auch wenn erstmalig die Zahl der Onlinerinnen (47,5 %) höher ist als die der Offlinerinnen (45,8 %).

 

Bei der Betrachtung der Internetnutzung von Frauen und Männern nach Alter wird deutlich, wie sehr das Alter Einfluss auf die Internetnutzung hat. Bei den Jüngeren bis 19 Jahren gibt es quantitativ kaum Unterschiede, dafür nehmen sie aber mit den folgenden Altersgruppen kontinuierlich zu. In der Altersgruppe 50plus werden die höchsten Werte erreicht.

Internetnutzung nach Alter

Die Zuwächse der Onliner in der Altersgruppe 50+ sind besonders hoch:

  • Onliner 50 - 59 Jahre um + 3 PP auf 53 %
  • Onliner 60 - 69 Jahre um + 4 PP auf 29 %
  • Onliner 70plus um + 1PP auf 10 %

In den vergangenen 12 Monaten ist die Online-Gemeinde der Best Ager insgesamt um 800.000 Bürgerinnen und Bürger größer geworden. Mit 5 Millionen findet sich der größte Teil in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. In der Altersgruppe 60 bis 69 Jahren sind 3 Millionen online und in der Altersgruppe 70plus sind es 900.000 Menschen.

Regional verteilt leben die meisten Best Ager, die den Nutzen des Internets für sich noch nicht entdeckt haben, in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die meisten Silver Surfer leben in Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg.

Vergleicht man jedoch die Altersklassen der bis 49-Jährigen mit der Generation 50plus, so kann der digitale Graben kaum tiefer sein.

Weitere Informationen zu der Altersgruppe 50plus finden Sie Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 50plus .

Vergleich Berufstätige und Nicht-Berufstätige

Bei den berufstätigen Onlinern gab es im Vergleich zum Vorjahr einen starken Zuwachs. Um 3 Prozentpunkten ist nun der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer auf 71 % angestiegen. Im Gegensatz dazu liegt der Onlineranteil bei den Nicht-Berufstätigen bei 38 %. Jedoch sind mehr als die Hälfte der Arbeitslosen (52 %) online.

Länder-Ranking

Berlin ist mit 63 % Onlinern das führende Land im Bundesländer-Ranking, gefolgt von Hamburg mit 61 %. Den höchsten Offliner-Anteil haben Mecklenburg-Vorpommern (46 %) und Sachsen-Anhalt (45 %).

Breitband auf dem Vormarsch

38 % der Onliner verfügen über einen DSL-Anschluss im eigenen Haushalt. Andere Breitbandzugänge spielen bisher noch keine große Rolle: ihr Anteil liegt unter einem Prozent. Knapp 20 % der Onliner wählen sich analog über ein Modem ins Internet ein, 28 % über einen ISDN-Anschluss. Fast 5 % der Onliner haben zu Hause gar keinen Internetanschluss; dies sind überwiegend rein berufliche Internetnutzer.

Auch beim Zugang zum Netz haben Alter und Geschlecht Einfluss auf die Einwahlgeschwindigkeit: DSL ist am stärksten unter jungen Männern verbreitet, Frauen und ältere Menschen haben häufiger einen Internetzugang über ISDN oder ein Modem.

Weitere Informationen zum (N)ONLINER Atlas 2005 finden Sie unter www.nonliner-atlas.de.

 

(N)ONLINER Atlas Gender-Sonderauswertung 2002 bis 2004

Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland

Alle von TNS Emnid erhobenen Daten zur Online-Nutzung, Nutzungsplanung und Nichtnutzung wurden für Männer und Frauen getrennt ausgewertet. Sie geben erstmals Aufschluss, in welchen Bundesländern die Frauen "drin" oder "draußen" sind. Aufgezeigt werden Beispiele von erfolgreichen Strategien einzelner Bundesländer, denen es gelungen ist, Frauen ins Netz zu bringen.

Der konkrete Nutzen des Internet muss deutlich werden.

Auf der Pressekonferenz wurde die Sonderauswertung der Studie detailliert vorgestellt. Aus Sicht der D21-Unternehmen und des Vereins "Frauen geben Technik neue Impulse" wurden Forderungen an Politik und Unternehmen gerichtet, wie mit gezielter Vorgehensweise die Zahl der Nutzerinnen erhöht werden kann. Klar ist: Frauen muss im Internet ein konkreter Nutzen im Alltag angeboten werden. Nicht umsonst ist die Waschmaschine aus kaum einem Haushalt wegzudenken.

 

(N)ONLINER Atlas 2003: Deutschland ist online

Die absolute Mehrheit der Deutschen ist online. Frauen sind mit 42,1% vertreten und holen damit - im Vergleich zu den Vorjahren - auf. Am 23.06.2003 wurde der (N)ONLINER Atlas in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vorgelegt. Die Ergebnisse basieren auf über 30.000 Interviews und sind damit die umfangreichste Studie zu Nutzung und Nicht-Nutzung des Internet in Deutschland.

"Die Ergebnisse sind besser als die Gesamtstimmung in Deutschland gerade wiederspiegelt", sagte Frank Wagner von TNS Emnid. 50,1% Onliner stehen 42,7% Offliner gegenüber. 7,2% der Deutschen geben an, dass Internet in der nächsten Zeit nutzen zu wollen und gehören damit zu der Gruppe der Nutzungsplaner.

Frauen holen auf, aber...
42,1% der Frauen geben an das Internet zu nutzen, dass sind 6,9% mehr als im letzten Jahr. Etwas mehr als die Hälfte der Frauen sind noch Offline, bei den Männern ist es nur noch ein gutes Drittel. Anders als erwartet, wuchs der Onliner Anteil bei den Männern deutlich stärker als bei den Frauen.

Gemessen an der Internetnutzung existiert eine Gleichstellung der Geschlechter nur bei den 14 bis 19 Jährigen. In der Altergruppe von 50 bis 59 Jahren sind 37,6% der Frauen online, verglichen mit 55,9% der Männer.

Neue Bundesländer und Arbeitsmarkt
Überraschende Ergebnisse gab es für die neuen Bundesländer, die besonders starke Zuwächse der Internet-Nutzung nachweisen können. Hier stieg der Anteil der Internet-Nutzer von 37 auf 47 Prozent in 2003. Das West-Ost-Gefälle der Internet-Nutzung, das 2002 noch deutlich ausgeprägt war, verschwimmt damit zusehends.
Ebenfalls positiv fallen die Zahlen für die Arbeitslosen aus, immerhin jede zweite Person ohne Job nutzt mittlerweile das Internet, was einer Steigerung um 17% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der (N)Onliner Atlas 2003
Die Studie ist eine gemeinsame Untersuchung von TNS Emnid und der Initiative D21 mit freundlicher Unterstützung der Dresdner Bank AG, Deutsche Telekom, Lycos, IBM Deutschland und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Die Print-Ausgabe des - (N)Onliner Atlas 2003. Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland - kann zum Preis von je 21 Euro Schutzgebühr über nonliner-atlas@tns-emnid.com oder unter www.nonliner-atlas.de bestellt werden. Der Betrag wird vollständig zur Unterstützung eines Jugendprojektes der Initiative D21 verwendet.

Eine Gendermainstreaming Sonderauswertung wird im Januar 2004 erscheinen. Wie auch schon im letzten Jahr ist dies ein Gemeinschaftsprojekt von: Frauen geben Technik neue Impulse e.V., Initiative D21 und TNS Emnid.

 

Studie: Mobile Internetnutzung

Die Studie der Initiative D21 beleuchtet die aktuelle mobile Internetnutzung in Deutschland
>> Pressemitteilung

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Get online Week

Hier gehts zur Dokumentation der Fachtagung Gemeinsam durchs Netz - Geh online Woche 2013

 

meet.ME "Komm, mach MINT."

Fachtagung und Karriere-Kick-Off vom 20. bis 21.06.2013 im dbb Forum, Berlin.

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Tag der Technik

Plakat zum Tag der Technik

Am 14. Juni ist der Tag der Technik! Vorbeikommen lohnt sich. >> mehr

 

1. Diversity-Tag

Ob Workshops, Konferenz oder ein Menü der Vielfalt in der Betriebskantine – am 11. Juni 2013 ist der erste Deutsche Diversity-Tag. Mehr