dib-Jahrestagung: Entwicklung und Wettbewerb
Frauen-Fußball-WM in Deutschland, ein von Frauen ausgetragener Wettkampf in der Männerdomäne Fußball. Ist also Wettbewerb ein bestimmendes Element einer erfolgreichen Entwicklung und Emanzipation? Gibt es ohne Wettbewerb keine Entwicklung? Auf der anderen Seite stehen die Folgen eines (globalen) Wettbewerbs ohne Grenzen: der Zwang zur „Wettbewerbsfähigkeit“, Verlust von Arbeitsplätzen, Dumpinglöhne, negative Folgen für die Umwelt und die sozialen Systeme, der Vormarsch von „Rankings“ in alle Lebensbereiche, zum Beispiel auch in die Bildung. Und ist Denken in wettbewerblichen Kategorien nicht etwas, das positiv besetzt den Männern als quasi natürliches Element zugeschrieben wird, während der Begriff Konkurrenz unter Frauen einen negativen Beigeschmack besitzt?
"Mit dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel werden auch die Rahmenbedingungen für Ingenieurinnen immer besser. Die Unternehmen müssen flexibler auf die Lebensentwürfe ihrer Mitarbeiterinnen – und auch Mitarbeiter – reagieren, um sie an sich zu binden. Arbeitszeiten, Arbeitsorganisation und Personalentwicklung werden weiterentwickelt werden müssen, um ausreichend Personal für technische Berufe rekrutieren zu können. Hier ist der dib gefragt, sowohl seine 25-jährige Erfahrung als auch die Interessen von Frauen in technische Berufen in diesen gesellschaftlichen Veränderungsprozess einzubringen.“ erklärt Brigitte Zypries, MdB, Bundesministerin der Justiz a.D. in ihrem Grußwort zur diesjährigen Jahrestagung des dib.
Vor diesem Hintergrund soll daher das Thema „Entwicklung und Wettbewerb“ auf der diesjährigen Tagung, vom 25. bis 27. November 2011, vertieft werden. Dabei wird der Fokus auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Entwicklung und Wettbewerb gesetzt und Aspekte sowohl der persönlichen als auch der fachlichen Ebene betrachtet. Welchen Einfluss haben Wettbewerb und Konkurrenz in meinem Leben? Wo verläuft die Grenze zwischen Ansporn zu Innovation und Verbesserungen und zerstörerischen Effekten? Sind Frauen und Männer unterschiedlich betroffen von positiven und negativen Folgen des Wettbewerbs?
Geplant sind Fach-Vorträge und Workshops sowie kreative Angebote. Darüber hinaus gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm, sowie Veranstaltungen speziell für Schülerinnen und Studentinnen. Prof. Dr. Ing. Moniko Greif vertritt als Mitglied des Vorstandes das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V..
Seit 25 Jahren vertritt der deutsche ingenieurinnenbund e.V. auf nationaler und internationaler Ebene aktiv die Interessen von Frauen in technischen Berufen.














